Ausbildungsbilanz Rekordwerte für die Autoberufe

Von Johannes Büttner 2 min Lesedauer

Kfz-Mechatroniker war im Jahr 2023 der beliebteste Ausbildungsberuf in Deutschland. Die Zahl neuer Automobilkaufleute erreichte ebenfalls einen Rekordwert. Das geht aus den Auswertungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor.

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker war 2023 wieder äußerst beliebt.(Bild:  Promotor)
Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker war 2023 wieder äußerst beliebt.
(Bild: Promotor)

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist seit vielen Jahren der beliebteste Ausbildungsberuf von jungen Männern in Deutschland. Jetzt hat sich der Beruf erstmals auch im geschlechterübergreifenden Ranking an die Spitze gesetzt. 23.517 junge Menschen haben im vergangenen Jahr laut offizieller Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) die duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker beziehungsweise zur Kfz-Mechatronikerin aufgenommen.

Diese Zahl bedeutet ein Plus von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und den höchsten Wert der letzten zehn Jahre. Zu verdanken ist das in erster Linie den ausbildenden Kfz-Betrieben. Sie boten 25.068 Ausbildungsstellen an – so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Deswegen erreichte die Zahl der unversorgten Bewerber mit 2.346 auch einen neuen Tiefstwert. Die Kehrseite der Medaille: Trotz der vielen neuen Azubis blieben 1.551 Ausbildungsplätze unbesetzt – ebenfalls so viele wie noch nie.

Die positive Entwicklung der Ausbildungszahlen ist ein gesamtdeutsches Phänomen. Für alle 16 Bundesländer zeigen die Pfeile nach oben. Prozentual war der Anstieg in Sachsen-Anhalt (+23,6 %) und in Hessen (+20,6 %) am größten.

Nach wie vor bleibt die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker eine Männerdomäne: Der Anteil weiblicher Auszubildender beträgt nur 6,6 Prozent. Deutlich beliebter beim weiblichen Geschlecht ist der Ausbildungsberuf Automobilkauffrau/-kaufmann. Hier beträgt die Frauenquote 39,7 Prozent.

Zahlen für den Autokaufmann

Insgesamt verzeichnet die BIBB-Statistik 5.493 angehende Automobilkaufleute im ersten Lehrjahr. Das bedeutet ein Plus von 7,3 Prozent. Im dritten Jahr in Folge legte die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in diesem Beruf zu. Im Vergleich zum Tiefstwert von 2020 beträgt das Wachstum sogar 28,4 Prozent. Das Ergebnis von 2023 bedeutet außerdem ebenfalls ein 10-Jahres-Hoch.

Auch die anderen statistischen Werte für den Automobilkaufmann ähneln denen des Kfz-Mechatronikers: Die Betriebe haben 2023 so viele Lehrstellen angeboten wie noch nie. Doch leider stieg damit auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze auf den neuen Rekordwert von 426. Auf der anderen Seite suchten 681 junge Menschen ohne Erfolg nach einer Ausbildungsstelle für diesen Beruf, so wenige wie nie zuvor.

Den stärksten Anstieg an neuen Automobilkaufleuten vermelden Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland, während in Sachsen-Anhalt, Bremen und Sachsen die Zahlen für diesen Beruf rückläufig waren.

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