Umfrage im Kfz-Gewerbe Passt die Ausbildung noch zu den Anforderungen?

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

Mit einer bundesweiten Umfrage richtet sich der ZDK an Autohäuser und Werkstätten, um eigene Zahlen zur Ausbildungssituation in den Betrieben zu erhalten. Ziel ist unter anderem, wertvolle Hinweise zum Modernisierungsbedarf der Berufe zu bekommen.

Die Anforderungen an die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker steigen. Überfordern sie die jungen Leute? Sollte der Ausbildungsberuf besser angepasst werden? Das ist eine von vielen Fragen, die der ZDK in seiner aktuellen Umfrage den Betrieben stellt.(Bild:  Initiative Autoberufe)
Die Anforderungen an die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker steigen. Überfordern sie die jungen Leute? Sollte der Ausbildungsberuf besser angepasst werden? Das ist eine von vielen Fragen, die der ZDK in seiner aktuellen Umfrage den Betrieben stellt.
(Bild: Initiative Autoberufe)

Sind frisch ausgebildete Kfz-Mechatroniker und -Mechatronikerinnen ausreichend auf den Arbeitsalltag an modernen Fahrzeugen vorbereitet? Passen die Ausbildungsinhalte für Automobilkaufleute noch? Von einer Online-Umfrage, die offiziell am 15. November startet und bis Mitte Januar 2026 läuft, erhofft sich der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, wertvolle Erkenntnisse zur aktuellen Lage auf dem Ausbildungsmarkt und zum Modernisierungsbedarf der Berufe zu gewinnen.

Außerdem können teilnehmende Personen eine Rückmeldung dazu geben, ob die bestehenden Ordnungsmittel (Ausbildungsverordnung und Rahmenlehrplan) aus ihrer Sicht noch den tatsächlichen Anforderungen der Branche entsprechen. Die Fragen hat der ZDK mit Unterstützung der Landesverbände zu neun Themenbereichen formuliert. (Den Link zur Umfrage finden Sie am Ende des Beitrags).

Zum Hintergrund: Elektrofahrzeuge sind auf dem Vormarsch, zwar langsam, aber stetig. Mit ihnen einher geht eine komplexe Technik- und IT-Ausstattung. Ebenso entwickelt sich die Technik in Autos mit Verbrennungsmotor immer noch weiter. Bisher dominieren jedoch weiterhin Fahrzeuge mit fossilen Kraftstoffen das Werkstattgeschäft. Daher müssen die künftigen Fachkräfte beide Technik-Bereiche beherrschen.

Sind Schwerpunkte und Dauer noch zeitgemäß?

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker dauert nach wie vor dreieinhalb Jahre und umfasst bekanntlich die fünf Schwerpunktthemen:

  • Personenkraftfahrzeugtechnik,
  • System- und Hochvolttechnik,
  • Nutzfahrzeugtechnik,
  • Karosserietechnik,
  • Motorradtechnik.

Hier bestehe Nachbesserungsbedarf, sagen zum Beispiel die Vertreter des Kfz-Gewerbes NRW. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, gehöre die Ausbildung daher auf den Prüfstand. Über das Wenn und Aber diskutieren die Mitglieder im Berufsbildungsausschuss des ZDK nunmehr seit Jahren.

NRW spricht sich nun für einen zweijährigen Ausbildungsberuf mit Durchstiegsmöglichkeit zum Kfz-Mechatroniker aus. Demnach sollen angehende Kfz-Mechatroniker nach zwei Jahren einen ersten Abschluss erhalten und darauf aufbauend in weiteren eineinhalb Jahren zusätzliche Qualifikationen erwerben. Ziel ist es, die Einstiegshürde zu senken, die Ausbildung flexibler zu gestalten und die Motivation von Auszubildenden zu stärken – insbesondere jener, die Schwierigkeiten haben, die vollständige Ausbildungsdauer zu absolvieren.

Fragen nach Qualität, Zufriedenheit, Fachkräftemangel

Auch die folgenden Aspekte nimmt die ZDK-Befragung in den Blick: Wie zufrieden sind die Betriebe mit der Leistung und Motivation ihrer Auszubildenden – sowohl bei Kfz-Mechatronikern als auch bei Automobilkaufleuten? Und wie zufrieden sind sie mit den vermittelten Inhalten?

Die Umfrage geht ebenso auf die Probleme in der Ausbildung ein. Warum brechen junge Menschen ihre Ausbildung ab? Die Abbruchquote von durchschnittlich rund 30 Prozent ist zu hoch, darin sind sich alle einig.

Neben der Ausbildungsqualität geht es auch um die Quantität: Wer bildet wo und wen in welchen Ausbildungsberufen aus? Wie groß sind die Betriebe und welche Qualitätsstandards wenden sie an? Außerdem stellt sich auch die Frage, welche Hilfen Ausbildungsbetriebe vom Zentralverband in Sachen Ausbildung erwarten.

Die Ergebnisse der Umfrage wird der ZDK anschließend den Landesverbänden zur Verfügung stellen, damit sie diese regional für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können.

Teilnehmen können alle Ausbildungsbetriebe im Kfz-Gewerbe unter www.kfz-ausbildungsumfrage.de.

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