Skoda Azubis konstruieren Rallye-Auto

Von Johannes Büttner

Die Auszubildenden an der Skoda-Berufsschule in Tschechien rüsten jährlich im Rahmen eines Projekts ein Serienmodell zu einem Azubi-Car um. Diesmal dauerte es pandemiebedingt etwas länger.

Das aktuelle Azubi-Car von Skoda heißt Afriq und ist eine Rallye-Version des Kamiq.
Das aktuelle Azubi-Car von Skoda heißt Afriq und ist eine Rallye-Version des Kamiq.
(Bild: Skoda )

Mit seinem Sondermodell „Afriq“ könnte Skoda nach eigener Einschätzung sofort bei einer Sonderprüfung der legendären Rallye Dakar starten – zumindest in der Theorie. In der Praxis handelt es sich bei Rallye-Version des Modells Kamiq um ein Einzelstück, genauer gesagt um das achte „Azubi-Car“ der Marke. 25 Auszubildende haben es mit Unterstützung ihrer Lehrer an der Skoda-Berufsschule in Mladá Boleslav (Tschechien) sowie Experten aus der Motorsport-Abteilung des Unternehmens hergestellt.

Seit 2014 ist die Planung, Konstruktion und Fertigung eines Traumautos der Höhepunkt in der Ausbildung der Werks-Azubis von Skoda. Im dritten Lehrjahr verwandeln sie im Rahmen eines Projekts ein Serienmodell ihres Arbeitgebers in ein spektakuläres Konzeptfahrzeug. Das diesjährige Projekt ist eine Hommage an die Wurzeln und die ursprüngliche Heimat der Dakar-Rallye und verweist gleichzeitig auf die Verantwortung von Skoda für die Aktivitäten des Volkswagen-Konzerns in Nordafrika.

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Die 25 Azubis hatten bereits im Herbst 2020 mit ihren Arbeiten begonnen, wurden jedoch immer wieder von Covid ausgebremst. Deshalb wurde das Projekt diesmal auf zwei Schuljahre ausgedehnt. Insgesamt investierten die Auszubildenden dafür rund 2.000 Arbeitsstunden. Unter anderem passten sie die Karosserie des Basismodells Kamiq umfangreich an: Sie verschweißten die hinteren Türen, vergrößerten Kotflügel, Radhäuser sowie Stoßfänger des zweitürigen Afriq und verstärkten die Federung.

Elemente aus Octavia und Fabia

Auch die Anpassungen für die Implementierung des Allradantriebs aus einem Octavia 4×4 waren sehr zeitintensiv. Zudem mussten die Azubis die Karosserie spachteln, sämtliche Kanten des Fahrzeugs anpassen und alle Fugen füllen, um die Karosserie perfekt zu formen. Elemente aus der Rallye-Version des Fabia wie Zusatzscheinwerfer, Lüftungs- und Heckklappe mit integriertem Spoiler, Schnellverschlüsse für die Motorhaube sowie im Innenraum zwei Kameras mit Mikrofonen, Sechs-Punkt-Gurte und Rennsitze runden das Konzeptfahrzeug ab.

Maren Gräf, Vorständin für People & Culture bei Skoda Auto, lobt besonders den „hohen Innovationsgrad unserer Azubis, der auch Nachhaltigkeit klar in den Mittelpunkt stellt. Ich bin überzeugt: Mit diesen engagierten Nachwuchskräften sind wir hervorragend aufgestellt, um die Zukunft unseres Unternehmens gemeinsam zu gestalten und unsere Transformation erfolgreich umzusetzen.“

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