Wohnmobile Dieselskandal erreicht Reisemobile

Autor Johannes Büttner

Die Caravan-Branche boomt, doch es gibt auch Schattenseiten. Das KBA geht dem Verdacht nach, einige Hersteller könnten Motoren manipuliert haben, um Abgasgrenzwerte einzuhalten.

Urlaub im Einklang mit der Natur: Irgendwie schon, doch die Abgaswerte zahlreicher Modelle deuten auf eine Manipulation hin.
Urlaub im Einklang mit der Natur: Irgendwie schon, doch die Abgaswerte zahlreicher Modelle deuten auf eine Manipulation hin.
(Bild: Fiat)

Auf die stark nachgefragten Wohnmobile fällt der Schatten der Dieselabgase. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe in Untersuchungen „bei einigen Wohnmobilen hohe Stick­oxidemissionen aufgrund von Unzulässigkeiten festgestellt“, teilte die Behörde mit, ohne Details zu den Modellen oder technischen Fragen zu nennen. Laut der auf die Dieselthematik spezialisierten Kanzlei Stoll & Sauer prüfe das Amt Schritte, wie die „Unzulässigkeiten“ in den Motoren wieder zu entfernen sind.

Im Mittelpunkt könnten Wohnmobile stehen, die auf Basis von Fiat- und Iveco-Modellen aufgebaut sind. Seit dem Sommer 2020 ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen beide Marken wegen des Verdachts auf manipulierte Motoren. Sie sollen EU-Grenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten. Die Deutsche Umwelthilfe hatte zudem erhöhte Abgaswerte des Fiat Ducato 130 Multijet Euro 6 und des VW T5 2.0 TDI California Euro 5 gemeldet. Bestätigt sich der Verdacht, könnten betroffene Autofahrer Klagen einreichen.

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