Wie sieht die Ausbildung im Kfz-Gewerbe heute und in Zukunft aus? Welche (digitalen) Lehrmittel stehen dabei zur Verfügung? Antworten auf diese Fragen gab das erste Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik.
Beim ersten Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik zeigten Referenten aus den Reihen von Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Vogel Communications Group, Dr.-Ing. Paul Christiani sowie Europa Lehrmittel neue Ansätze für die Ausbildung von Kfz-Mechatronikern.
(Bild: VCG)
Das Interesse war groß: Über 200 Lehrkräfte, Trainer sowie Ausbilderinnen und Ausbilder im Bereich Kraftfahrzeug- und Nutzfahrzeugtechnik hatten sich zur Premierenveranstaltung des Ausbildungsforums Fahrzeugtechnik angemeldet. Sie nutzten damit die Gelegenheit, sich in einer kompakten Onlineveranstaltung aktuelle und relevante Informationen für ihre Ausbildungspraxis abzuholen – und das völlig kostenlos.
Die Veranstalter und Referenten aus den Reihen von Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Vogel Communications Group, Dr.-Ing. Paul Christiani sowie Europa Lehrmittel haben die Erwartungen augenscheinlich erfüllen können. Darauf weisen zumindest die angeregten Nachfragen und Kommentare der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Chat des Webinars hin. ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens leitete als Moderatorin dieses Feedback live an die verschiedenen Referenten weiter, sodass viele Fragen unmittelbar beantwortet werden konnten. Auch das Feedback am Ende der Veranstaltung fiel äußerst positiv aus.
Doch was waren nun die genauen Themen der Referate? Zunächst zeigte Carsten Bar vom Verlag Europa-Lehrmittel, wie sich Animationen im Unterricht lernwirksam einsetzen lassen. Am Beispiel der Motorsteuerung führte er vor, wie sein Unternehmen Inhalte aus dem Fachbuch oder den Arbeitsblättern für die Schüler digital aufbereitet.
In den Simulationen könnten die Auszubildenden „gehirngerecht“ lernen, so Bar. Sie würden nicht mit einer Fülle von Informationen erschlagen, vielmehr bauen sich die Inhalte Schritt für Schritt auf – und zwar im individuell einstellbaren Tempo. Lernbilder würden zudem dabei helfen, den Stoff zu wiederholen und zu vertiefen.
Ausbildungsmedium für alle Lernorte
Auch das offizielle Ausbildungsmedium autoFACHMANN setzt auf digitale Inhalte. Warum und wie es das tut, erklärte Holger Zietz von der Vogel Communications Group. In der digitalen Welt könnten die Jugendlichen den Lernstoff aus der eigenen Perspektive und in der eigenen Geschwindigkeit erfassen, nannte er als erstes Argument aus der Didaktik.
Der autoFACHMANN vereine in einem System die drei Lernorte Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Unterweisung. Zugleich sei er ein Selbstlerntool, das den Azubi Schritt für Schritt durch seine Ausbildung leite und begleite. Dies tut er durch anschauliche Erklärungen und durch das Angebot, selbst im virtuellen Raum etwas auszuprobieren. Ob der Schüler bei seinen Versuchen und Antworten richtig liegt, erfährt er unmittelbar vom System – bei Bedarf verbunden mit der Musterlösung und weiterführenden Erklärungen.
Für die Lehrkräfte war besonders die Frage von Bedeutung, wie sie das System oder einzelne Elemente in ihren Unterricht integrieren können. Doch auch vermeintlich triviale Themen wie das (digitale) Berichtsheft stoßen nach wie vor auf großes Interesse.
Arbeiten unter Spannung in der Ausbildung
Bei aller Digitalisierung – der praktische Anteil darf und wird in der Ausbildung niemals zu kurz kommen. Dann kann es allerdings auch schnell gefährlich werden, wenn beispielsweise hohe Spannungen im Spiel sind. Was zu tun ist, um bei Hochvoltfahrzeugen die Arbeitssicherheit bei Arbeiten unter Spannung zu gewährleisten, stellte Johann Altmann vom Lehrmittelhersteller Christiani vor.
Zunächst seien hier verschiedene rechtliche und organisatorische Vorgaben zu erfüllen, etwa von der Berufsgenossenschaft oder auch den Fahrzeugherstellern. Dazu zählten Voraussetzungen, die Lehrgangsteilnehmer und Lehrer erfüllen müssten. Auch die verschiedenen Elemente einer persönlichen Sicherheitsausstattung stellte Altmann vor.
Und nicht zuletzt seien in der Werkstatt – egal ob im Kfz-Betrieb oder in der Bildungsstätte – gewisse Sicherheitsstandards zu erfüllen. Altmann hatte ein Bild mitgebracht das zeigte, wie es nicht geht. Die Teilnehmer des Ausbildungsforums scheinen jedoch schon sicher unterwegs zu sein. Zumindest hatten sie die Fehler schnell entdeckt und zugeordnet.
Berufsbild im Wandel
Das abschließende Referat hätte schließlich zu dem Ergebnis führen können, dass die vorherigen Vorträge mehr oder weniger überflüssig gewesen wären. Daniel Winkler aus der Abteilung Berufsbildung des ZDK sollte nämlich die Frage beantworten, ob es künftig überhaupt noch Kfz-Mechatroniker geben wird. Und wenn der technologische Wandel das Berufsbild überflüssig machen würde, müsste man sich auch nicht mehr groß mit deren Ausbildung befassen.
Stand: 08.12.2025
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In der Tat kann der Wandel sehr schnell erfolgen, wie Winkler mit Beispielen aus dem Verkehr, der Fahrzeugtechnik oder seinem Spezialgebiet Prüfungswesen illustrierte. Qualifizierte Kfz-Mechatroniker würden jedoch auch in Zukunft noch gebraucht, war sich Winkler sicher, „aber ihre Tätigkeiten werden sich ändern.“ Damit einhergehend werde sich auch die Ausbildung ändern.
Um die Ausbildung immer auf dem neuesten aktuellen Stand zu halten, arbeitet der Verband mit Partnern zusammen und ist im ständigen Austausch mit Ausbildern in Betrieben, Trainingsstätten und Schulen. Dazu diene von nun an auch das neue Format des Ausbildungsforums Fahrzeugtechnik, erklärte Birgit Behrens zum Abschluss. Nach der erfolgreichen Premiere soll es auf jeden Fall fortgesetzt werden.
Aufzeichnung der Veranstaltung
Übrigens: Wer die erste Ausgabe des Ausbildungsforums Fahrzeugtechnik verpasst hat, kann sich ab sofort jederzeit die Aufzeichnung der Veranstaltung ansehen – natürlich ebenfalls kostenlos. Es ist lediglich eine Registrierung nötig. Alles Weitere erfahren Sie unter dem Link zum Video.