Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik Ausbildung zu Hochvolt-Themen

Von Johannes Büttner 2 min Lesedauer

Welche Rolle spielt die Hochvolt-Technik in der Ausbildung und Prüfung angehender Kfz-Mechatroniker? Und auf welche digitalen Lehrmittel können Ausbilder, Trainer und Lehrkräfte dabei zurückgreifen? Diese Fragen beantwortete das Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik 2024.

Das Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik fand am 25. September statt.(Bild:  autoFACHMANN)
Das Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik fand am 25. September statt.
(Bild: autoFACHMANN)

Mit seiner zweiten Austragung hat sich Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik endgültig etabliert. Erneut informierten die Veranstalter autoFACHMANN, Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), Europa-Lehrmittel und Christiani interessierte Lehrkräfte, Trainer und Ausbilder aus den Bereichen Kfz- und Nutzfahrzeugtechnik über Neuigkeiten aus der Branche – und zwar online und völlig kostenlos.

Wie gut dieses Konzept ankommt, belegt die Abschlussfrage aus dem Publikum an die beiden Moderatoren Claudia Kefferpütz und Daniel Winkler (beide ZDK), wann denn die nächste Auflage anstehe. Einen konkreten Termin dafür gibt es noch nicht, wahrscheinlich ist Ende September 2025.

Aber blicken wir zurück auf das Ausbildungsforum 2024. Es war ganz dem Thema Hochvolt-Technik in Ausbildung und Prüfung gewidmet. Als erster Referent gab Carsten Bar (Europa Lehrmittel) Anregungen, wie sich im Unterricht die „Spannung halten“ lässt.

Dazu führte er beispielhaft sechs didaktische Schritte vor, von einer Aufgabenstellung mit HV-Bezug über die Aktivierung, eine Einzelaufgabe, gemeinsames Erarbeiten des Themas und eine Partnerarbeit bis zur Auswertung des Ergebnisse. In den meisten dieser Schritte sei dabei der Einsatz digitaler Lehrmittel möglich, so Bar. Und diese Hilfsmittel finden im Unterricht offensichtlich auch mehr und mehr Verwendung, wie eine Teilnehmerbefragung zeigte: 85 Prozent nutzen häufig oder zumindest gelegentlich digitale Medien.

HV-Arbeiten in der virtuellen Werkstatt

Holger Zietz stellte vor, wie sich mit der virtuellen Werkstatt von autoFACHMANN Hochvolt-Trainings in Schule oder überbetrieblicher Unterweisung gestalten lassen. Dabei gehe es nicht darum, das praktische Training zu ersetzen, betonte Zietz. Vielmehr können digitale Medien praxisnah auf die Arbeit am echten Fahrzeug vorbereiten, die Auszubildenden für Gefahren sensibilisieren und den sicheren Umgang einüben.

Anhand einer Beispielübung zeigte er, was das bedeutet: Der Schüler kann und soll einen Arbeitsauftrag selbständig bearbeiten. Doch dabei sollte er nicht wild und zufällig herumklicken, sondern strukturiert vorgehen. Ansonsten gibt es Punktabzug – bei einem Vorgehen, das im echten Leben gefährlich wäre, sogar null Punkte sowie einen deutlichen Warnhinweis.

Am Ende der Berufsausbildung steht die Gesellenprüfung. Auch hier spielt die Hochvolt-Technik seit vielen Jahren eine Rolle. Das führte Daniel Winkler, Referent Prüfungswesen im ZDK, in seinem Vortrag aus. Insbesondere sei dies im Bereich Diagnosetechnik sowie im Kundenauftrag der Fall.

Die fortschreitende Digitalisierung der Prüfung biete künftig noch mehr Möglichkeiten, Hochvolt-Systeme zu integrieren. Die Qualität und Sicherheit von Ausbildung und Prüfung könne durch digitale Lehrmedien und Prüfungen sowie auch den Einsatz von Virtual-Reality-Technologie weiter gesteigert werden.

Übrigens: Wer am Ausbildungsforum Fahrzeugtechnik nicht teilnehmen konnte, kann sich demnächst unter www.autofachmann-autokaufmann.de/webinare eine Aufzeichnung der Veranstaltung ansehen.

Und auch für kaufmännische Ausbilder und Lehrkräfte hat kürzlich ein Ausbildungsforum stattgefunden.

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