Toyota Mirai Ist das die Zukunft?

Autor Edgar Schmidt

Während deutsche Autohersteller immer noch mit der Brennstoffzelle hadern, hat Toyota bereits die zweite Generation seines Wasserstoff- Modells Mirai auf den Markt gebracht.

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Der neue Toyota Mirai zeigt, dass Wasserstoff praxistauglich ist.
Der neue Toyota Mirai zeigt, dass Wasserstoff praxistauglich ist.
(Bild: Toyota)

Er soll die Zukunft sein, darauf deutet schon sein Name hin: Mirai heißt auf Japanisch Zukunft. Toyota hat im März bereits die zweite Generation seines Brennstoffzellenfahrzeugs auf den Markt gebracht. Allerdings wird dieses Modell nur selten auf deutschen Straßen anzutreffen sein. Und das liegt nicht am Fahrzeug, sondern vielmehr an der Diskussion darüber, ob Wasserstoff ein geeigneter Treibstoff für Pkw ist.

Der Wagen hätte hierzulande durchaus einen größeren Erfolg verdient. Denn Fahren mit Wasserstoff und Brennstoffzelle macht einfach Spaß. Der E-Antrieb unterscheidet sich in Sachen Fahrdynamik und Geräuschentwicklung nicht von einem batterieelektrischen Antrieb. Durch das eigene Kleinkraftwerk an Bord braucht man dabei jedoch nicht immer die Reichweitenanzeige im Blick zu behalten. Denn der Aktionsradius mit einer Tankfüllung ist wesentlich weniger abhängig von der Topografie und den Außentemperaturen als bei einem Auto, das ausschließlich auf eine Batterie angewiesen ist.

Allerdings sieht es mit dem Nachtanken noch immer kritischer aus, als bei den reinen Stromfahrzeugen. Aktuell gibt es rund 90 Tankstellen in Deutschland, die bei Langstreckenfahrten eine gute Planung erfordern. Das liegt an der bereits erwähnten Diskussion um den Kraftstoff. In Deutschland und Europa fließt derzeit die meiste Energie – im wahrsten Sinne des Wortes – in den batteriebetriebenen Antrieb. Deutschland fördert zwar auch die Wasserstofftankstellen, doch der Aufbau von Ladesäulen erfolgt um einiges engagierter. Viele Experten empfehlen allerdings auch, Pkw ausschließlich mit Batterieelektrik zu betreiben. Das sei deutlich effizienter. Wasserstoff und Brennstoffzellen sehen sie beim straßengebundenen Verkehr eher in den Nutzfahrzeugen, da diese mit Batterien viel schwieriger zu elektrifizieren seien.

Doch es gibt auch immer mehr ernst zu nehmende Stimmen, die sagen, dass es nicht reiche, sich nur auf eine Alternative zu konzentrieren. Zumal der Wasserstoff, für dessen ökologisch akzeptable Produktion sehr viel Ökostrom notwendig ist, nicht unbedingt hierzulande hergestellt werden muss. Das ließe sich in Regionen bewerkstelligen, die deutlich mehr Sonnen- und Windstunden im Jahr haben als wir. Heute importieren wir ja auch den größten Teil unserer Energieträger. Und Wasserstoff hätte den großen Vorteil, dass man ihn sauberer produzieren kann als sich fossile Energieträger fördern lassen.

Also könnte der Name Mirai mittelfristig doch noch zum Programm werden. Zumal Toyota bereits beim Hybridantrieb bewiesen hat, dass es sich lohnen kann, an einem visionären Ziel festzuhalten. Die Entwicklung beim Mirai geht jedenfalls in die richtige Richtung. Die Reichweite des Wagens mit einer Tankfüllung hat der Hersteller nach eigenen Angaben gegenüber dem Vorgänger um 30 Prozent auf 650 Kilometer gesteigert. Das war möglich durch ein kompakteres und leichteres Brennstoffzellensystem und eine veränderte Anordnung des Antriebsstrangs. Dadurch ist nicht nur Platz für einen dritten Wasserstofftank, sondern auch für eine dritte Person im Fond. Der bisherige Viersitzer ist jetzt ein Fünfsitzer.

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