Hilfsprojekt in Mannheim Lehrer und Ausbilder helfen in der Ukraine

Von Johannes Büttner

Viele Menschen in Deutschland wollen angesichts von Krieg und Leid in der Ukraine helfen. So auch Dieter Neuffer, Fachlehrer an der Mannheimer Carl-Benz-Schule. Zusammen mit dem Kfz-Betrieb Kai Michelbach hat er einen privaten Hilfstransport organisiert.

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Dieter Neuffer (li) und Kai Michelbach liefern Hilfsgüter in die Ukraine.
Dieter Neuffer (li) und Kai Michelbach liefern Hilfsgüter in die Ukraine.
(Bild: Carl-Benz-Schule)

Der Angriffskrieg auf die Ukraine macht viele Menschen betroffen, zugleich hat er aber auch eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ausgelöst. Auch Dieter Neuffer, Lehrer für Fahrzeugtechnik an der Carl-Benz-Berufsschule in Mannheim, wollte konkret helfen und wenn möglich selbst Hilfsgüter in die Ukraine bringen. Die Gelegenheit dazu ergab sich durch die Vermittlung einer Kollegin, die ihn mit dem Kfz-Meisterbetrieb Kai Michelbach zusammenbrachte.

Michelbach hatte seinerseits bereits Güter vor Ort abgeliefert, verfügte demnach über ein kleines Netzwerk, Ortskenntnis und das entsprechende Know-how über die Abläufe einer solchen Hilfsaktion. Im Hintergrund dieser Aktionen steht eine evangelische Kirchengemeinde aus Mannheim, in der er aktiv ist und mit deren Unterstützung er frühzeitig Hilfsfahrten auf die Straße bringen konnte.

Kai Michelbach und Dieter Neuffer machten sich im jeweiligen Freundeskreis erfolgreich auf die Suche nach weiteren Mitstreitern, sodass nach kurzer Zeit ein Hilfsteam, bestehend aus insgesamt sieben Fahrern sowie zwei Sprintern und zwei VW-Bussen, zur Verfügung stand. Im privaten Umfeld sammelten die Helfer Geldspenden und dringend benötigte Hilfsgüter.

Als Anlaufpunkt wurde der polnische Ort Bielsko-Biala ausgemacht – eine Partner-Gemeinde der Mannheimer Kirchengruppe und circa zwei Stunden von der Grenze zur Ukraine entfernt. Dort war inzwischen eine Koordinierungsstelle für Hilfsgüter eingerichtet worden, wo Neuffer und Michelbach nach einer anstrengenden Fahrt ihre Spenden direkt vor Ort zur Weiterverwendung abliefern konnten.

Flüchtlinge nach Deutschland gebracht

Doch damit war der Hilfseinsatz noch lange nicht beendet. Es gelang dem Team, dreizehn Flüchtlinge in den Kleinbussen nach Deutschland mitzunehmen und wohlbehalten nach Mannheim zu bringen. „In meinem Wagen befand sich eine junge Frau mit einem Neugeborenen. Es ist absolut grauenhaft, was dieser furchtbare Krieg anrichtet“, berichtet der Lehrer. Natürlich sei die Aktion sowohl für die Schutzsuchenden als auch für die Fahrer sehr kräftezehrend gewesen, räumt Dieter Neuffer ein. „Aber gleichzeitig verdrängt man die Müdigkeit und die Erschöpfung, weil man weiß, dass man diese Menschen in Sicherheit bringen muss.“

Das Team um Neuffer und Michelbach will auf jeden Fall zusammenbleiben: „Unsere Zusammenarbeit ist eine perfekte Kooperation zwischen Betrieb und Schule. Diesen Weg möchten wir gemeinsam weitergehen.“ Auch die Kooperation mit der evangelischen Gemeinde in Mannheim sowie der Partner-Gemeinde in Polen soll weiterhin genutzt werden, um auch künftig solche Aktionen durchführen zu können.

Hilfen seien generell jederzeit willkommen und dringend notwendig. Wer das Projekt von Kai Michelbach und Dieter Neuffer in welcher Form auch immer unterstützen möchte, kann sich an die Carl-Benz-Schule Mannheim wenden.

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