Virtuelle Übungsumgebungen, intelligente Assistenten und Online-Plattformen - die Learntec 2024 hat gezeigt, in welche Richtung sich die Ausbildung von morgen entwickelt. Wir stellen vier aktuelle Trends der digitalen Bildung vor.
Mit VR-Technologie lassen sich alle denkbaren Szenarien simulieren. Um in die virtuellen Welten einzutauchen, sind VR-Brillen nötig.
(Bild: Juergen Roesner Karlsruhe)
Stell dir vor, du könntest komplexe Reparaturen an einem virtuellen Fahrzeug üben oder Kundengespräche und Fahrzeugpräsentationen in einem virtuellen Autohaus trainieren. Mit Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) ist das möglich.
Der rasante technologische Wandel im Kfz-Gewerbe verändert nämlich nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Art und Weise, wie Lerninhalte vermittelt werden sollten. Die Learntec 2024, Europas führende Messe für digitale Bildung, hat gezeigt, wie digitale Lösungen das Lernen effizienter, praxisnäher und unterhaltsamer machen können.
Virtual und Augmented Reality (VR/AR)
VR schafft eine komplett computergenerierte, künstliche 3D-Umgebung, in die du mithilfe einer VR-Brille eintauchen und dich darin bewegen kannst. Du hast das Gefühl, mittendrin zu sein – der Fachbegriff hierfür ist Immersion. Bei AR hingegen bleibst du in der realen Welt und reicherst sie lediglich mit digitalen Inhalten wie 3D-Objekten oder Informationen an, die beispielsweise über Smartphone, Tablet oder AR-Brillen eingeblendet werden.
In der Automobilindustrie werden VR und AR beispielsweise für Prototyping, Produktentwicklung, virtuelle Showrooms und Produktionsplanung eingesetzt. Manche Berufsschulen und Bildungszentren setzen bei der praktischen Ausbildung in einigen Berufen ebenfalls vereinzelt auf diese Technologien. In simulierten (VR) oder erweiterten (AR) Umgebungen können Azubis komplexe Arbeitsschritte oder gefährliche Situationen trainieren, ohne sich dabei Gefahren auszusetzen oder kostspielige Fehler zu verursachen.
So können etwa Werkzeuge interaktiv dargestellt oder Bauteile virtuell zerlegt werden, die in der Realität nur schwer zugänglich wären. Außerdem lassen sich mithilfe dieser Technologien komplexe Arbeitsabläufe wie Lackieren oder Schweißen risikolos und spielerisch trainieren.
Wenn du ausprobieren möchtest, wie der autoFACHMANN erste Ansätze von VR in die Ausbildung integriert, empfehlen wir dir unsere virtuelle Werkstatt. An 3D-Modellen kannst du Fahrzeuge freischalten und Fehlersuchen an verschiedenen Systemen und Bauteilen durchführen. Falls Du die Werkstatt noch nicht kennst, bekommst du hier einen kostenlosen Zugang.
Gamification und Serious Games
Eine weitere spannende Entwicklung ist der Einsatz von Gamification und Serious Games in der Aus- und Weiterbildung. Gamification bedeutet, dass spielerische Elemente in den Lernstoff eingebaut werden. Das reicht von kleinen Quizzen bis hin zu kompletten Abenteuergeschichten oder Lernspielen. Belohnungen, Bewertungen oder spielerische Wettkämpfe sollen dich motivieren, bei der Sache zu bleiben.
Feedback oder Fortschrittsanzeigen sind weitere spielerische Elemente, die dir zeigen, an welchem Punkt du stehst. Dadurch kannst du dich besser orientieren, deinen Wissensstand einordnen und fühlst dich weniger alleingelassen. Bei Fehlern hast du die Möglichkeit, den Lernstoff zu wiederholen.
Je ausgereifter die Handlungen und Charaktere eines Lernspiels sind, desto stärker kannst du dich darauf einlassen und in die virtuelle Welt oder Geschichte eintauschen. Besonders motivierend wird es, wenn du selbst aktiv als Spielfigur oder Avatar Teil davon bist. In den besten Fällen sind solche Lernspiele sogar verzweigt gestaltet. Das bedeutet, dass deine Entscheidungen und Handlungen den Spielverlauf beeinflussen können.
In unseren E-Learning-Kursen setzen wir ebenfalls Gamification-Elemente ein. In einer E-Lektion des autoFACHMANN beispielsweise bewegen sich unsere Azubis in einer virtuellen Werkstatt und müssen risikobehaftete Gegenstände identifizieren. Wenn sie die richtigen Objekte anklicken, werden sie mit dem Geräusch einer klirrenden Münze belohnt. Beim autoKAUFMANN können Azubis Punkte sammeln, indem sie in einem simulierten Kundengespräch möglichst zielführend bei einer Terminvergabe am Telefon antworten.
Falls du unser E-Learning-Angebot bislang noch nicht nutzt, wird es höchste Zeit. Hier kannst du dich für den autoFACHMANN einloggen oder registrieren. Zum autoKAUFMANN-Login geht's hier entlang.
Künstliche Intelligenz und Chatbots
Seit der Veröffentlichung von ChatGPT ist künstliche Intelligenz in aller Munde. Aber nicht nur das – KI ist auch extrem schnell in der Lernwelt angekommen. Weil diese Systeme viele Möglichkeiten für das Lernen und das Vermitteln von Wissen bieten, bauen immer mehr Anbieter sie in ihre Lernplattformen und digitalen Lerntools ein.
Stand: 08.12.2025
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KI ist beispielsweise in der Lage, deinen Lernfortschritt sowie deine Stärken und Schwächen zu analysieren. Basierend auf diesen Daten können intelligente Systeme den Lernprozess personalisieren und an deine individuellen Bedürfnisse anpassen. Das hat einen enormen Vorteil: Anstelle von starren und für alle Azubis gleichen Lerninhalten, erhältst du Erklärungen und Übungen, die genau auf dein Vorwissen zugeschnitten sind.
Außerdem werden auf Lernplattformen immer häufiger KI-Chatbots eingesetzt. Diese virtuellen Assistenten unterstützen dich, indem sie inhaltliche Fragen beantworten oder dir individuelles Feedback geben.
Weil sie digital und rund um die Uhr verfügbar sind, kannst du selbst entscheiden, wann und wie lange du lernen möchtest. Dadurch bist du nicht mehr darauf angewiesen, dass ein Lehrer oder Ausbilder Zeit hat, um dir weiterzuhelfen. Du kannst jederzeit und überall deine Fragen stellen und erhältst sofort Antworten und Feedback.
Social Learning
VR, KI und Gamification helfen dabei, Lernen unterhaltsamer und motivierender zu gestalten. Doch es gibt einen weiteren Aspekt, der sich positiv auf den Lernerfolg auswirkt: der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen. Hier setzt der Trend zum Social Learning an.
Social Learning ist die natürlichste Form des Lernens und jeder von uns praktiziert sie schon seit frühester Kindheit. Bereits als Babys beobachten wir, wie sich andere in unserer Umgebung verhalten. Indem wir ihre Verhaltensweisen nachahmen, lernen wir. Und weil diese Art des Lernens so intuitiv und effektiv ist, gewinnt Social Learning auch im beruflichen Umfeld zunehmend an Bedeutung – etwa in der Aus- und Weiterbildung.
Digitale Lernplattformen, Apps und mobile Endgeräte schaffen die technischen Voraussetzungen für Social Learning. Viele dieser Plattformen lassen sich mit zusätzlichen Funktionen wie Foren, Chats, Wikis und ähnlichem erweitern. Auf diesem Weg bilden sich Lern-Communities, in denen du dich als Azubi mit Ausbildenden und Kollegen austauschen kannst.
Dadurch bist du aktiv in den Lernprozess eingebunden und kannst ihn mitgestalten. Im besten Fall kannst du sogar selbst Inhalte wie Videos oder Blogbeiträge erstellen und sie anderen zur Verfügung stellen. Und weil sich selbst erarbeitetes Wissen viel besser im Gedächtnis verankert als auswendig Gelerntes, ist Social Learning wesentlich effektiver als reine Wissensvermittlung. Außerdem entspricht es dem Trend zum selbstgesteuerten Lernen.
Digitale Lernmethoden bringen Abwechslung in die trockene Theorie. Sie können dich beim Lernen unterstützen und deine Motivation steigern. Doch egal wie gut die digitalen Lernmethoden auch sein mögen: Sie können deine Mitarbeit und Ausdauer nicht ersetzen. Du wirst dich auch weiterhin selbst mit den Inhalten beschäftigen müssen und Zeit und Mühe investieren.