Nachwuchsgewinnung Minecraft-Projekt des Handwerks

Von Sybille Weinschenk 3 min Lesedauer

Das deutsche Handwerk hat am 2. April ein interaktives Bauprojekt in Minecraft gestartet. Es ist Teil seiner Image- und Kommunikationskampagne, die junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk begeistern will.

Der magentafarbene Daumen des Handwerks thront über der virtuellen Stadt, in der auch Kfz-Werkstätten entstehen werden.(Bild:  Das Handwerk)
Der magentafarbene Daumen des Handwerks thront über der virtuellen Stadt, in der auch Kfz-Werkstätten entstehen werden.
(Bild: Das Handwerk)

Das deutsche Handwerk geht neue Wege: In Minecraft entsteht seit 2. April das „Monument der Zuversicht“. In diesem Computerspiel gestalten Nutzer mit würfelförmigen Blöcken ihre eigene Welt. Ähnlich wie bei Lego werden einzelne Blöcke zu Gebäuden, Werkzeugen und ganzen Landschaften zusammengefügt. Diese Parallele zum Handwerk macht das Spiel ideal für die Kampagne: Wie im wahren Leben entsteht auch hier durch konkretes Tun etwas Handfestes.

Bekannte Twitch-Streamer leiten das Projekt, während Minecraft-Spielende – von Schülern über Azubis bis zu Ausbildenden – mitspielen und mitbauen können. Gemeinsam wird die Community eine virtuelle Handwerksstadt errichten, in der verschiedene Handwerksberufe digital in Szene gesetzt werden. Die Initiative ist Teil der Imagekampagne des Handwerks, die seit März 2025 unter dem Motto „Wir können alles, was kommt“ läuft.

Der Zugang zum Projekt erfolgt über die Internetseite des Handwerks. Dort finden Interessierte auch Infos und regelmäßige Updates zum Projektfortschritt. Für Neulinge ohne Minecraft-Erfahrung hat das Handwerk eine eigene Anleitung erstellt. Wichtig für alle Teilnehmenden: Die Mitarbeit am Projekt ist nur mit PC, Mac oder Linux-Rechner möglich – Tablets und Smartphones werden nicht unterstützt.

Vom Daumen zur Meisterprüfung

Im Mittelpunkt des Minecraft-Projekts steht eine große „Daumen hoch“-Skulptur, die dem Markenlogo des Handwerks nachempfunden ist. Sie bildet das zentrale Element und prägt das Stadtbild. Der Zeitpunkt für die Aktion ist günstig gewählt: Seit 3. April läuft der Minecraft-Film in den Kinos, was zusätzliche Aufmerksamkeit für das Projekt generiert. Es ist in drei Phasen gegliedert:

Phase 1– April: Der Handwerksdaumen wird errichtet als Symbol für Zuversicht und Gemeinschaft.

Phase 2 – Mai: Rund um das Monument entsteht eine komplette Handwerksstadt mit Werkstätten und interaktiven Elementen. Für jeden Ausbildungsberuf ist mindestens ein eigenes Gebäude vorgesehen – auch für das Kfz-Gewerbe. Die Gestaltung der einzelnen Werkstätten entwickeln Twitch-Streamer und Spielende gemeinsam.

Phase 3 – Juni: Das Monument erhält seinen letzten Schliff und die Teilnehmenden können sich in einer „Meisterprüfung“ beweisen – einem mehrstufigen Wettbewerb. Außerdem trifft sich die Community zu Turnieren und Gewinnspielen, bei denen sie ihre Werke präsentieren und sich austauschen kann.

Zuschauen oder mitmachen?

Wer beim Bauprozess zuschauen möchte: Er wird monatlich viermal auf Twitch live gestreamt und von Rocket Beans TV sowie verschiedenen Größen aus der Gaming-Szene begleitet. Der nächste Livestream startet am 14. April um 18:00 Uhr. Interessierte sollten schnell sein – beim ersten Event waren alle Zugänge innerhalb weniger Minuten vergriffen.

Wer außerhalb der Streaming-Termine am Projekt mitarbeiten möchte, kann einen sogenannten 24/7-Zugang beantragen. Ansprechpartner ist Mike Schleiermacher von der Agentur CarlNann, die das Minecraft-Projekt betreut.

Rocket Beans TV, ein bekanntes deutsches Gaming-Kollektiv, ist zentraler Partner des Projekts. Sie betreuen den Server technisch, fördern die konstruktive Zusammenarbeit und unterstützen die Teilnehmenden beim Bauen. Monatlich veröffentlichen sie Highlight-Videos mit Kameraflügen, die den Baufortschritt im Zeitraffer zeigen.

So locken Sie Azubis mit der Minecraft-Kampagne

Das Projekt bietet Ausbildungsbetrieben einen direkten Zugang zu digital-affinen Jugendlichen. Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz, betont: „Sich dort attraktiv und jung zu zeigen, wo sich unser potenzieller Nachwuchs aufhält, den wir so dringend fürs Handwerk brauchen, ist enorm wichtig“.

Unternehmen können diese Aktion auf verschiedene Weise für ihre Nachwuchswerbung nutzen:

  • Aktive Teilnahme am Projekt: Mit einem Sonderzugang können Betriebe branchenspezifische Elemente wie eigene Werkstätten in der virtuellen Stadt mitgestalten – ideal für Social-Media-Inhalte oder Präsentationen auf Berufsmessen.
  • Werbematerialien: Im Werbeportal des Handwerks stehen fertige Assets bereit wie Social-Media-Posts, Storyvorlagen, Kampagnenbilder und Videos – alle Materialien lassen sich mit dem eigenen Firmenlogo personalisieren.
  • Give-aways: Für Messen und sonstige Veranstaltungen gibt es sogenannte Streuartikel wie Gummibärchen mit QR-Code zur Projektwebsite oder Chupa-Chups in Form eines Minecraft-Blocks.

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