Ostfalia Wolfsburg Praxisnah studieren

Von Edgar Schmidt

Wer sich nach der Ausbildung weiterbilden möchte, kann den klassischen Weg im Kfz-Gewerbe gehen, also die Servicetechniker- oder die Meisterausbildung starten. Er kann Kfz-Service aber auch studieren.

Anbieter zum Thema

Im Studienschwerpunkt Servicetechnik und -prozesse an der Ostfalia spielt die Fahrzeugdiagnose eine wesentliche Rollle.
Im Studienschwerpunkt Servicetechnik und -prozesse an der Ostfalia spielt die Fahrzeugdiagnose eine wesentliche Rollle.
(Bild: Ostfalia)

Die Ausbildung ist fast vollendet und die Noten in der Berufsschule sowie von Teil 1 der Gesellenprüfung können sich wirklich sehen lassen. Viele Kfz-Mechatroniker und Kfz-Mechatronikerinnen überlegen sich in dieser Situation, dass sie nach ihrer Ausbildung doch eigentlich weitermachen könnten mit der Berufsbildung – möglichst nahtlos, damit sie das Lernen im Berufsalltag nicht wieder verlernen. Einige starten dann gleich mit der Servicetechniker- oder Meisterausbildung.

Andere ziehen ein Studium in Erwägung. Auch bei letzterem Weg kann man dem Themen­bereich Fahrzeugtechnik und Fahrzeugservice treu bleiben. Denn Fahrzeugservice kann man auch studieren; zum Beispiel an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Wer bereits einen Schulabschluss mit Hochschul- oder Fachhochschulreife in der Tasche hat, kann nahtlos durchstarten. Wer dagegen einen mittleren Schulabschluss hat, muss nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung noch einmal die Schulbank drücken und eine Fach­oberschule besuchen. Alternativ kann man auch drei Jahre als Kfz-Mechatroniker arbeiten und hat dann die fachgebundene Hochschulreife, also ebenfalls die Berechtigung, an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften zu studieren.

Die Ostfalia hat bereits im Jahr 2014 an ihrem Standort in Wolfsburg das Institut für Fahrzeugsystem- und Servicetechnologien gegründet, um künftige Mitarbeiter in der Autobranche fit für den Fahrzeugservice an Autos mit immer komplexer werdender Elektronik zu machen. Denn dadurch wird bekanntlich auch die Arbeit in den Werkstätten immer komplexer und die Diagnose- sowie Informationssysteme werden immer umfangreicher. Hier setzt die Ostfalia mit ihrem Studienangebot an.

Bachelor für Kfz-Service

In dem Bachelor-Studiengang „Fahrzeugtechnik“ kann man nämlich den Studienschwerpunkt „Servicetechnik und -prozesse“ belegen. Hier können Studierende zum Beispiel lernen, solche Punkte zu verbessern, über die sie als Kfz-Mechatroniker in der Werkstatt immer geschimpft haben: Fehlkonstruktionen für Servicearbeiten. Denn zum Vorlesungsspektrum gehört beispielsweise das Modul „Service im Produktlebenszyklus“. Darin enthalten sind die Vorlesungen „Servicegerechtes Konstruieren“ und „Fahrzeuginstandsetzungsverfahren“. Beide sollen den Studierenden unter anderem vermitteln, welche Zusammenhänge zwischen servicegerechtem Konstruieren und der Instandsetzbarkeit von Fahrzeugen bestehen und wie sich das mit technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vereinbaren lässt.

Außerdem bietet das Studium das Vorlesungsmodul „Service-Marketing und Service-Qualität“. Die darin enthaltenen Vorlesungen sollen den Studierenden unter anderem vermitteln, wie Kundenzufriedenheit im Service durch systematische Marketing- und Qualitätsprozesse geplant, erlangt und gemessen werden kann. Dafür lernen sie die grundlegenden Zusammenhänge der marktorientierten Unternehmensführung im Bereich des Fahrzeugservice kennen und analysieren die Marketingsituation verschiedener Unternehmen.

Eine solche Situationsanalyse bildet dann die Basis für Ziel- und Strategieplanungen sowie operative Maßnahmen eines Unternehmens am Markt. Laut Hochschule geht es dabei insbesondere darum, wie man die Kundenzufriedenheit messen und bei Bedarf verbessern kann.

(ID:48302632)