Comeback einer Technik

Rückkehr der Range Extender

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 Elektro-Van von LEVC 

Auf den speziellen Mix aus E-Antrieb und Benziner setzt außerdem die Geely-Tochter LEVC mit dem in Deutschland im Sommer eingeführten Kleintransporter VN5. Neben einem E-Motor an der Hinterachse befindet sich hier im Bug noch ein 1,5-Liter-Dreizylinder, der keine mechanische Verbindung zu den Rädern aufweist. Auch seine Aufgabe besteht ausschließlich darin, Strom zu liefern, sollte dieser in der Traktionsbatterie knapp werden. Die fällt mit 31 kWh nämlich kompakt aus. Mit vollem Akku bietet der E-Van einen entsprechend emissionsfreien Radius von bis zu 122 Kilometern im Stadtverkehr.

Ein Reichweitenproblem hat der VN5 dennoch nicht, denn mit dem Benzinvorrat kann der Range-Extender-Motor Strom für fast 400 weitere Kilometer bereitstellen. Als offizielle Gesamtreichweite gibt LEVC 489 Kilometer für den knapp über 62.000 Euro teuren VN5 an. Sein besonderer Vorteil liegt klar auf der Hand: Es handelt sich um den ersten E-Lieferwagen, der trotz einer kleinen Batterie auch lange Strecken bewältigen kann.

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Die Technik will LEVC noch dieses Jahr auch in einer Wohnmobil-Variante namens e-Camper zu Preisen ab 73.000 Euro anbieten.

 E-Camper von Knaus 

Mithilfe des Range-Extender-Prinzips will der deutsche Reisemobil-Konzern Knaus Tabbert ebenfalls Elektro-Camper marktfähig machen. Wie das aussehen könnte, zeigte das Unternehmen Ende August auf der „Caravan“ in Düsseldorf mit dem seriennahen „Knaus e-Power Drive“.

Dabei handelt es sich um ein Wohnmobil auf Ducato-Basis, bei dem ein bis zu 180 kW/245 PS starker E-Motor den bisherigen Diesel ersetzt. Die E-Maschine kann das vollwertig ausgestattete Wohnmobil auf bis zu 140 km/h Spitzen- und 120 km/h Dauertempo beschleunigen. Allerdings bietet die Traktionsbatterie lediglich 35 kWh, was die rein elektrische Reichweite auf rund 90 Kilometer beschränken würde. Damit dennoch weitere Reisen möglich sind, fungiert ein kleiner Verbrennungsmotor als Hochvolt-Generator, der während der Fahrt permanent die Batterie auflädt.

Das Fahrzeug, bei dem der Elek­tromotor die Vorderräder antreibt, fährt also ausschließlich und unbegrenzt elektrisch bis zum nächsten Tankstopp. Während Knaus Tabbert in dem vorgestellten Konzept ebenfalls einen leichten und effizienten Wankelmotor eingebaut hatte, plant der Hersteller für die Serienversion den Einsatz eines 1,0-Liter-Vierzylinder-Ottomotors. Langfristig soll dann eine Brennstoffzelle den Verbrennungsmotor ersetzen.

Im Wohnmobil bietet ein Range Extender noch einen weiteren Vorteil: Er kann auch den Wohnaufbau mit Energie versorgen. Beim Knaus e-Power Drive liefert ein DC/AC- Wandler (Gleichstrom/Wechselstrom) haushaltsübliche 230 Volt in den Wohnbereich. Das Ziel des Herstellers ist, bei normalen Witterungsbedingungen bis zu fünf Tage unabhängiges Caravaning (Beleuchtung, Kochen, Heizen) zu ermöglichen.“

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