Comeback einer Technik

Rückkehr der Range Extender

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 7.000 Kilometer Reichweite 

Aus Großbritannien kommt das Start-up Fering, das 2022 mit dem „Pioneer“ einen elektrisch angetriebenen Offroader mit einer Riesenreichweite von sogar 7.000 Kilometern in die Spur bringen will.

Der Geländewagen verfügt über einen Allradantrieb, bei dem gleich mehrere E-Motoren eine Steigfähigkeit von bis zu 60 Prozent ermög­lichen sollen. Maximal fährt der Pioneer allerdings nur 125 km/h schnell. Mit 80 Kilometern fällt zudem die rein elektrische Reichweite dank kleindimensionierter Batterie bescheiden aus. Zusätzlich ist deshalb ein 0,8-Liter-Dreizylinder-Diesel mit 70 kW/95 PS an Bord, der als Generator für den E-Antrieb fungiert. Dieser soll bei entsprechend großem Tank Strom für bis zu 7.000 Kilometer zusätzlicher Reichweite bereitstellen, was Einsätze des Pioneer weit abseits jeder Lade­infrastruktur erlaubt.

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Ein zugleich klimaneutraler Betrieb wäre möglich, wenn der Verbrenner mit Biodiesel gefüttert wird. Vor allem in Hinblick auf das Gewicht kann diese Lösung Vorteile bieten, denn der Pioneer soll nur 1,5 Tonnen wiegen. Sonderlich günstig wird der Offroader mit einem Preis von rund 175.000 Euro trotz Mini-Akku allerdings nicht.

 Hyper-Hybrid von Obrist 

Vor allem die Kosten von Elektroautos zu senken, hat das Range-Extender-Konzept Zero Vibration Generator (ZVG) des Autozulieferers Obrist im Fokus. Die unter anderem in einem Tesla Model 3 zu Demonstrationszwecken installierte Technik kombiniert einen 100 kW/136 PS starken E-Motor im Heck mit einer nur 17,3 kWh großen Traktionsbatterie. Die fällt also deutlich kleiner aus als die von Tesla eingesetzten 52-kWh- oder 82-kWh-Akkus. Wo sich im Tesla der „Frunk“ (Frontkofferraum) befindet, hat Obrist deshalb zusätzlich einen stark gekapselten Einliter-Zwei­zylinder-Ottomotor eingebaut, der physisch nicht mit dem Antrieb verbunden ist, sondern einen Generator antreibt, der wiederum elektrischen Strom an den E-Antrieb liefert.

Dank Ausgleichsmasse und der Kapselung soll der Zweizylinder für die Insassen akustisch nicht wahrnehmbar sein. Hinten im Tesla befindet sich ein 30 Liter großer Tank, dessen Vorrat für lange Touren reicht, denn der Spritkonsum des Systems soll sich praktisch zwischen 2,5 und 4,5 Litern auf 100 Kilometern bewegen.

Neben einem 40-kW-Generator für Benzinbetrieb hat Obrist ein 45 kW leistendes Pendant für E-Fuels wie Methanol entwickelt. Der Öko-Sprit für diese Variante könnte aus klimaneutral hergestelltem Wasserstoff gewonnen werden, womit die Klimabilanz neutral wäre. Grundsätzlich soll das hybridische Antriebssystem trotz Verbrenner-Einheit die Grenzwerte der kommenden Euro-7-Abgasnorm erfüllen.

Wichtiger jedoch: Der CO2-Rucksack des E-Antriebs würde dank Rightsizing-Akku klein ausfallen, das Fahrzeuggewicht deutlich unter dem des Serien-Model-3 liegen. Zudem wären mit der ZVG-Lösung dank der deutlich verkleinerten Batterie niedrigere Anschaffungskosten machbar.

Laut Obrist wäre ein Serienfahrzeug auf dem Preisniveau eines konventionellen Benzinermodells realistisch. Ob allerdings die Obrist-Lösung in einem Serienmodell zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten. 2025 könnte es so weit sein.

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