Initiative Autoberufe Strategien zur Azubi-Gewinnung

Von Johannes Büttner

Die Initiative Autoberufe will Kfz-Betriebe bei der Werbung und Qualifizierung von Nachwuchskräften unterstützen. Personalexperte Jörg Mosler hat dafür eine „Fünf-Punkte-Strategie“.

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Jörg Mosler stellte seinen 5-Punkte-Plan zur Nachwuchsgewinnung vor.
Jörg Mosler stellte seinen 5-Punkte-Plan zur Nachwuchsgewinnung vor.
(Screenshot: Büttner)

Was können Kfz-Betriebe tun, um auch künftig noch genügend qualifizierte Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden? Und was tut die Verbandsorganisation, um ihre Mitglieder beim Recruiting zu unterstützen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Jahrestagung der Initiative Autoberufe mit den Kfz-Landesverbänden.

Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), den Landesverbänden, den Fahrzeugherstellern und -importeuren sowie von Bosch kamen dazu Ende Januar zusammen – pandemiebedingt virtuell in Form eines Onlinemeetings.

Highlight des Tages war dabei der Vortrag von Jörg Mosler zum Thema „Mitarbeiter- und Azubi-Gewinnung – die Fünf-Punkte-Strategie“. Der gelernte Dachdeckermeister verdient heute sein Geld als Autor und Speaker. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Handwerk bei der Personalsuche zu unterstützen. Das ist seiner Ansicht nach vor allem deshalb wichtig, weil es dort zwar viele tolle Betriebe gebe, doch kaum ein Mensch wisse davon – und damit auch kaum ein potenzieller Bewerber.

Damit sich das ändert, hat Mosler eine Fünf-Punkte-Strategie ausgearbeitet. Am Anfang stehe dabei die Unternehmenseinstellung: Nur wenn alle Verantwortlichen im Betrieb die Überzeugung vorleben, dass ihr Unternehmen der beste Arbeitgeber sei, können sie die weiteren Schritte glaubhaft angehen. „Azubigewinnung findet an 365 Tagen im Jahr statt und nicht nur bei der Stellenbesetzung“, fasste der Referent diesen Punkt zusammen.

Aufmerksamkeit erzeugen und Interesse wecken

Zweitens gehe es darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das klingt trivial, doch es fordere das höchste Budget an Zeit und Geld, weil diese Aufgabe immer wieder aufs Neue angegangen werden muss. Dann gelte es drittens, die Aufmerksamkeit in echtes Interesse umzuwandeln. Hierfür müsse sich der Betrieb gut präsentieren, unter anderem mit einer Karriereseite auf der eigenen Homepage.

Wenn das gut gelungen ist, fällt Schritt vier nicht mehr schwer: Kontakte herbeiführen. Erst dann, wenn aus Interessenten Bewerber geworden sind, hätten sich die vorherigen Schritte ausgezahlt. Nun gelte es noch, das ganze Verfahren zu bestätigen, indem man – fünftens – Menschen begeistert. Das betrifft die Bewerberinnen und Bewerber ebenso wie alle diejenigen, die bereits im Betrieb beschäftigt sind. Denn letztere sind die besten Testimonials dafür, dass das Unternehmen tatsächlich ein attraktiver Arbeitgeber ist.

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