IAA Mobility Technik für den Wandel

Autor / Redakteur: Von Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Auf der IAA in Frankfurt stellten neben den Automobilherstellern auch die Zulieferer regelmäßig ihre neuen Produkte und Visionen aus. Das hat sich mit dem neuen Konzept und dem Umzug nach München nicht geändert.

Bosch bietet ein Driver-Monitoring, das den Insassenschutz und den Komfort verbessern soll.
Bosch bietet ein Driver-Monitoring, das den Insassenschutz und den Komfort verbessern soll.
(Bild: Bosch)

Mobilität braucht Technik und Unternehmen, die diese produzieren. Das ist auch nach einem Mobilitäts- und Verkehrswandel noch so. Deshalb zog es auch zahlreiche Zulieferunternehmen auf die neue IAA Mobility nach München. Neben der Elektromobilität bildete das autonome Fahren einen Schwerpunkt ihrer Präsentationen.

Da bei autonom fahrenden Autos komplett neue Innenraumkonzepte möglich sind, zeigte beispielsweise Continental seine Version vom Fahrzeuginnenraum der Zukunft. Laut Unternehmensangaben treffen sich im Konzeptfahrzeug „Ambienc3“ Fahr-, Arbeits-, und Relax-Erlebnisse in einem Raum, der alle Tätigkeiten miteinander vereinen soll. Um auch das Thema Nachhaltigkeit ins Spiel zu bringen und Emotionen zu wecken, pflanzte der Zulieferer dieses neue Konzept in die Karosserie eines VW T2 Bullis – ganz im Stil von Restomods, die derzeit ebenfalls im Trend liegen. Bei den Werkstoffen setzte er zudem auf nachwachsende Rohstoffe sowie auf recycelte und aufbereitete Materialien. Einige davon sind direkt beheizbar, andere verschmutzen nicht so schnell oder können sich bei Beschädigung sogar selbst reparieren.

Knöpfe und Schalter sucht man im Innenraum der Zukunft vergeblich. Die Funktionen im Ambienc3 sollen zwar stets intuitiv zur Hand sein, trotzdem aber ohne permanent sichtbare Bedienelemente auskommen. „Shy Technology“ nennt Con­tinental dieses Bedienkonzept: Die Funktionen sind in der Oberfläche im „Off-Modus“ auf den ersten Blick unsichtbar.

 Neues Dachmodul 

Dass autonom fahrende Fahrzeuge sicher durch den Verkehr kommen, dafür will Webasto mit einem neuen Dachmodul sorgen. Mit dem sogenannten Roof Sensor Module können Autohersteller laut Unternehmensangaben sämtliche Sensoren für die Umfelderfassung im Dach unterbringen. Das Konzept ermögliche es, Radar- und Lidarsensoren sowie Kameras und weitere Fea­tures optisch ansprechend in die Dachsysteme zu integrieren. Dadurch seien zu öffnende und transparente Dächer auch für autonom fahrende Fahrzeuge möglich. Laut Webasto sind durch die Modulbauweise auch Solartechnik, Ambiente-Beleuchtung und schaltbare Verglasungen in die Dächer integrierbar. Um die Funktionsfähigkeit der Sensorik bei jeder Witterung und Verschmutzung gewährleisten zu können, hat der Zulieferer außerdem verschiedene Reinigungssysteme, die mit Wasser und Luft arbeiten, in das Dachsystem integriert. Da Webasto die Sensorik nicht selbst entwickelt und produziert, hat sich das Unternehmen dafür mit Partnern zusammengetan. Radar- und Lidarsensoren in dem Dachsystem stammen zum Beispiel von Bosch.

Der Stuttgarter Zulieferer hatte ebenfalls einen eigenen Stand auf der IAA Mobility und zeigte dort unter anderem Hardware, Software und Services für das automatisierte Fahren. So müssen automatisierte Fahrzeuge beispielsweise jederzeit wissen, wo genau sie sich befinden. Für diese Eigenlokalisierung bietet Bosch verschiedene Produkte. Den Bewegungs- und Positionssensor VMPS (Vehicle Motion and Position Sensor) zum Beispiel. Er nutzt Signale der Satellitennavigation zur exakten Positionsbestimmung und ergänzt diese um Daten eines Korrekturservices sowie um Informationen der Lenkwinkel- und Raddrehzahlsensoren.

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