Bremsscheiben und -beläge Verzögerungstechnik

Autor / Redakteur: Von Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Wie schlagen sich Bremsen aus dem freien Ersatzteilhandel im Vergleich zum deutlich teureren Originalersatzteil? Das hat der ADAC jetzt genauer untersucht. Getestet wurden dabei sechs Bremsscheiben und Bremsbeläge zwischen 100 und 432 Euro für den VW Golf 7.

Als Test- und Referenzfahrzeug diente beim ADAC-Test ein Golf 7.
Als Test- und Referenzfahrzeug diente beim ADAC-Test ein Golf 7.
(Bild: ADAC / Matthias Zimmermann)

Der Austausch von Brems­scheiben und Bremsbelägen ist meist eine teure Reparatur für den Kunden. Insbesondere bei älteren Fahrzeugen kommt da oft die Frage auf, ob das nicht auch preisgünstiger ginge. Da Bremsen aber zu den sicherheitskritischen Baugruppen zählen, sollten Autofahrer hier nicht an der falschen Stelle sparen.

Um die Reparaturkosten zu senken, kann eine Werkstatt auf Markenprodukte von Zubehöranbietern ausweichen. Deren Teile sind meist deutlich billiger als die Original-Ersatzteile. Doch reicht die Qualität aus, um den Kunden damit guten Gewissens wieder auf die Straße zu lassen?

Um das herauszufinden, hat der ADAC fünf Sätze mit je vier Bremsscheiben und -belägen aus dem freien Ersatzteilmarkt mit einem Original-Erstausrüsterprodukt verglichen. Im Test beweisen mussten sich:

  • das Erstausrüsterprodukt von VW
  • zwei Sportbremsen von Brembo und Zimmermann
  • eine bremsstaubreduzierende Bremse von ATE
  • eine günstige Markenbremse von Bosch
  • eine preisorientierte Budgetbremse von Ridex

Die Bremsleistung und den Verschleiß der insgesamt sechs Ersatzteilsätze untersuchten die Tester auf dem Prüfstand mit zwei unterschiedlichen Bremszyklen (praxisnah und hoch beansprucht). Bei zusätzlichen Fahrversuchen stand dann der Einfluss der verschiedenen Bremssysteme auf das Fahrverhalten im Mittelpunkt. Um eine Vergleichbarkeit gewährleisten zu können, setzte der Automobilclub als Test- und Referenzfahrzeug einen VW Golf 7 ein.

 Kein Ersatzteil fällt durch 

Die zentrale Erkenntnis aus den Bremsversuchen: Die Teile unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Kosten – weniger bei ihrer Performance. Fünf der getesteten Produkte (inklusive der Erstaus­rüster-Teile) bekamen das Testurteil „gut“. Lediglich die im Test günstigsten Scheiben und Beläge bewertete der ADAC als „befriedigend“.

Während Volkswagen für vier Scheiben mit Belägen 432 Euro verlangt, kosten sie bei der Budgetmarke Ridex gerade einmal 100 Euro. Als Testsieger kürte der Automobilclub die Scheiben-Beläge-Kombination von ATE für 250 Euro.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:47500881)