Ausbildungsstatistik

Wieder mehr neue Kfz-Azubis

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Deshalb spricht das BIBB auch von einer nur „leichten Entspannung“ auf dem Arbeitsmarkt. Besonders negativ sei anzumerken, dass die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen weiter angestiegen sei. 63.200 Ausbildungsstellen blieben 2021 unbesetzt, 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Während sich die Betriebe nach Auffassung von BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser bemüht haben, auch in schwierigen Zeiten an der Ausbildung festzuhalten, bereitet ihm der weitere Rückgang auf der Nachfrageseite große Sorgen. Dies sei „ein eindeutiger Beleg dafür, dass das Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der dualen Berufsausbildung weiter nachlässt.“

Ähnlich äußert sich die neue Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger. Fehlende Auszubildende von heute seien der Fachkräftemangel von morgen. „Unser Land braucht schon heute dringend mehr Fachkräfte. Ich kann junge Menschen daher nur dazu ermutigen, die Chance einer Ausbildung zu ergreifen.“ Die Regierung werde ihren Beitrag dazu leisten, damit sich mehr von ihnen für eine Ausbildung entscheiden.

 Die Bewertung durch das Kfz-Gewerbe 

Positiv äußert sich dagegen Birgit Behrens, ZDK-Geschäftsführerin Berufsbildung, die sich über das überproportional gute Abschneiden des Kfz-Gewerbes freut: „Die Ausbildungszahlen in den Autoberufen sind prozentual stärker gewachsen als im Durchschnitt des gesamten dualen Ausbildungsbereichs. Das zeigt, dass unsere Branche nach wie vor eine hohe Anziehungskraft hat. Themenfelder wie E-Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung zeigen unsere Zukunftsorientierung. Auch davon fühlen sich die jungen Menschen offensichtlich angezogen.“

Insgesamt bildet das Kfz-Gewerbe zurzeit rund 90.600 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Darüber hinaus bietet die Branche zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung für eine erfolgreiche Karriere, etwa zum selbstständigen Kfz-Meister oder zur Führungskraft im Autohaus oder in einer Meisterwerkstatt.

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