Ausbildungsnachweis 7 Tipps für ein perfektes Berichtsheft

Von Julia Moßner 3 min Lesedauer

Jeder Azubi muss während seiner Ausbildung ein Berichtsheft führen. Viele empfinden das als eine Belastung. Diese sieben Tipps helfen dir, die Ausbildungsnachweise korrekt zu verfassen.

In den digitalen Berichtsheften von autoFACHMANN und autoKAUFMANN lassen sich die Berichte leicht und komfortabel verfassen.(Bild:  VCG)
In den digitalen Berichtsheften von autoFACHMANN und autoKAUFMANN lassen sich die Berichte leicht und komfortabel verfassen.
(Bild: VCG)

Die Ausbildungsordnung für Kfz-Mechatronikerinnen, Kfz-Mechatroniker und für Automobilkaufleute verlangt, dass du ein Berichtsheft führen musst. Darin dokumentierst du, was du im Betrieb und in der Berufsschule gelernt hast.

Wichtig: Um zur Prüfung zugelassen zu werden, musst du das Berichtsheft „ordnungsgemäß“ führen. Unsere sieben Tipps zeigen dir, wie du dein Berichtsheft korrekt – also „ordnungsgemäß“ – schreibst.

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1. Beachte formale Vorgaben

Du hast verschiedene Möglichkeiten, um dein Berichtsheft zu führen. Frage dazu am besten bei deinem Ausbildenden nach.

  • Berichtsheft handschriftlich schreiben: Achte unbedingt darauf, sauber und leserlich zu schreiben.
  • Berichtsheft am PC schreiben: Du kannst dein Berichtsheft in Word oder einem anderen Programm schreiben. Die meisten Betriebe haben Vorlagen dafür.
  • Berichtsheft online schreiben: Die meisten Azubis schreiben ihr Berichtsheft online am PC oder am Handy. Deinem Ausbildenden oder dem Prüfungsausschuss kannst du die Berichte dann digital zuschicken.

Es gibt außerdem zwei verschiedene Berichtsarten:

  • Tagesberichte: Hier dokumentierst du die Tätigkeiten jedes Tages. Diese Form ist bei vielen technischen Ausbildungsberufen üblich.
  • Wochenberichte: Hier beschreibst du am Ende jeder Woche, was du im Betrieb und in der Berufsschule gelernt hast. Wochenberichte sind der Standard bei den meisten kaufmännischen Berufen.

2. Verwende eine Vorlage

Egal ob handschriftlich oder digital: Verwende eine Vorlage für deine Tages- oder Wochenberichte. Die Vorlagen erhältst du vom Betrieb, von der Berufsschule, oder du nutzt direkt die Vorlagen von autoFACHMANN und autoKAUFMANN. Diese sind für kostenlos alle, die ein Abo haben.

3. Beschreibe, was du gelernt hast

Ins Berichtsheft gehört alles, was du im Rahmen deiner Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule machst, also:

  • Tätigkeiten im Betrieb
  • Schulungen, betrieblicher Unterricht oder Einweisungen
  • In der Berufsschule behandelte Themen
  • In ÜLU-Kurse oder sonstigen Schulungen behandelte Themen

Auch freie Tage, Urlaub oder Krankheitstage notierst du im Berichtsheft. Außerdem die ungefähre Dauer der Tätigkeiten.

Manche Aufgaben, wie beispielsweise die Werkstatt aufzuräumen oder im Verkauf dabei zu sein, werden dir zunächst banal erscheinen. Aber auch solche Tätigkeiten sind Bestandteil einer Ausbildung und sollten notiert werden.

4. Achte auf Rechtschreibung und Grammatik

Du solltest unbedingt darauf achten, dass deine Texte leserlich und verständlich geschrieben sind und nicht vor Fehlern strotzen. Gib sie bei Bedarf einer geeigneten Person zum Korrekturlesen. Bei digitalen Berichten kannst du auch die automatische Rechtschreibprüfung deines Programms benutzen.

5. Schreibe dein Berichtsheft regelmäßig

Wenn du deine Berichte regelmäßig schreibst, sparst du enorm Zeit. Plane daher bestenfalls jede Woche einen festen Tag ein (beispielsweise Freitag), um deine Berichte zu schreiben. Ein wöchentlicher Bericht oder die fünf Tage der vergangenen Woche sind in ungefähr 30 Minuten geschrieben. Deine Tagesberichte kannst du auch täglich führen. Dann solltest du dafür fünf bis zehn Minuten einplanen.

Wichtig ist, dass du dir angewöhnst, das Berichtsheft regelmäßig zu führen. Dann kannst du dich vor der Prüfung aufs Lernen konzentrieren und hast keinen Stress mit dem Berichtsheft.

6. Lege die Berichte deinem Ausbilder vor

Dein Ausbilder oder deine Ausbilderin ist verpflichtet, deine Berichte regelmäßig zu kontrollieren. Vereinbare am besten einen festen Tag im Monat dafür. So geht das Thema im Alltag nicht unter.

Beim digitalen Berichtsheft von autoFACHMANN und autoKAUFMANN kannst du die Berichte über die Funktion „Einreichen“ direkt an deinen Ausbildenden schicken. Diese können sie dann freigeben. Viele Prüfungsausschüsse akzeptieren bereits die digitale Form der Berichtshefte.

7. Checke dein Berichtsheft auf Vollständigkeit

Bevor du das Berichtsheft dem Prüfungsausschuss vorlegst, solltest du überprüfen, ob du alle Tage und Wochen vollständig ausgefüllt hast. Im digitalen Berichtsheft von autoFACHMANN und autoKAUFMANN siehst du dies am besten in der Kalenderansicht. Ist alles grün, also vollständig ausgefüllt und vom Ausbildenden freigegeben, dann kannst du dein Berichtsheft einreichen.

Normalerweise gehört zu einem vollständigen Berichtsheft auch ein Deckblatt, das persönliche Angaben zum Auszubildenden, die Fachrichtung und den Namen des Betriebs enthält.

Vorteile des Berichtshefts

Übrigens: Mit dem Berichtsheft kannst du deine bisher während der Ausbildung gelernten Tätigkeiten nachweisen. Das ist wichtig, falls du Schwierigkeiten mit deinem Ausbildungsbetrieb bekommen solltest.

Insbesondere, wenn du während der Ausbildung den Betrieb wechseln musst, hast du etwas in der Hand, mit dem du das bisher Gelernte nachweisen kannst. So kannst du im neuen Betrieb nahtlos an deine bisherige Ausbildung anknüpfen.

Gut zu wissen: In vielen Betrieben darfst du das Berichtsheft während der Arbeitszeit schreiben, da es Teil deiner Ausbildung ist. Dann musst du dich nach Feierabend nicht nochmal hinsetzen. Frag am besten bei deinem Betrieb nach, wann dir dafür Zeit eingeräumt wird.

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