ZDK-Mitgliederversammlung
Arne Joswigs erste Themen als ZDK-Präsident
Arne Joswig ist der neue Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Die Mitglieder stimmten am Mittwoch auf ihrer Versammlung in Regensburg für den 60-Jährigen aus Schleswig-Holstein. Ebenfalls um die Nachfolge von Jürgen Karpinski hatte sich Burkhard Weller beworben.
Die Spannung war groß und das Ergebnis am Ende klar: Arne Joswig ist der 15. Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) und Nachfolger von Jürgen Karpinski (73). In Regensburg entschieden sich die Mitglieder in deutlicher Mehrheit und in geheimer Abstimmung für den 60-Jährigen aus Schleswig-Holstein.
Der Unternehmer Burkhard Weller (69), der sich ebenfalls um das Amt beworben hatte, unterlag in der Kampfabstimmung deutlich. Stimmberechtigt waren die Mitglieder des Zentralverbands; dazu zählen der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugbautechnik (ZKF), die 14 Landesverbände und 34 Fabrikatsverbände sowie Einzelmitglieder.
In ihrem Amt bestätigt wurden die beiden ZDK-Vizepräsidenten Thomas Peckruhn und Detlef Peter Grün sowie alle Vorstände, die sich zur Wiederwahl stellten. Nicht erneut kandidiert hatte Albert Vetterl. Ihm folgt Günter Friedl nach, Vizepräsident im Kfz-Landesverband Bayern (zum ausführlichen Bericht).
Karpinski warnt vor schwachem Auftragseingang
Vor der Neuwahl des Präsidenten hieß es aber zunächst Abschied von Jürgen Karpinski nehmen. Zuvor hatte Karpinski die Lage der Branche skizziert. Die aktuellen Zulassungszahlen dürften nicht über die tatsächliche Situation im Handel hinwegtäuschen. „Dieses Plus ist das Ergebnis der hohen Lieferrückstände, denn die Zahl der Neuaufträge ist rückläufig, sie liegt zurzeit um circa 30 Prozent unter dem Wert des Vorjahres“, sagte Karpinski. Die Situation rund um den sich leerenden Fördertopf für den Umweltbonus sei zudem ein weiteres großes Hemmnis für den Handel.
In einer engagierten Rede zog Karpinski dann eine Leistungsbilanz des Verbands in seiner neunjährigen Amtszeit und benannte Errungenschaften und Höhepunkte in den vergangenen Jahren. Breiten Raum nahmen die Folgen des Dieselskandals ein: „Kunden haben ihren Frust ja nicht bei den Herstellern abgeladen, sondern in unseren Autohäusern und Werkstätten.“ Die Branche habe zudem mit aller Kraft gegen drohende Fahrverbote gekämpft. „Und wir haben dafür gekämpft, dass die Abgasuntersuchung nicht allein der On-Board-Diagnose überlassen bleiben darf, sondern dass wir die verpflichtende Endrohr-Messung brauchen. Und wir haben es tatsächlich geschafft, obwohl die AU sogar ganz wegfallen sollte.“
Als Zeichen der Anerkennung erhielt Karpinski stehenden Applaus der Versammlung, von ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel ein kleines Präsent – und per Akklamation ernannte die Versammlung den sichtlich gerührten Karpinski zum Ehrenpräsidenten.
Die Agenda von ZDK-Präsident Joswig
Die Wahl des neuen Präsidenten fand geheim und erstmals unter notarieller Aufsicht statt. Denn dass sich gleich zwei Kandidaten für das ZDK-Spitzenamt bewarben, hat es bislang in der Geschichte des Verbands noch nicht gegeben. Joswig holte sich 110 der 176 Stimmen und dankte für das Vertrauen. Den Mitgliedern, die ihn nicht gewählt haben, bot er an, dennoch konstruktiv zusammenzuarbeiten und diese mitzunehmen. „Lassen Sie uns zusammenstehen, anstatt zu spalten, und gemeinsam die Herausforderungen anpacken“, so Joswig.
Zu diesen zählte er allen voran den Mangel an Arbeits- und Fachkräften in der Branche, fehlende Rahmenbedingungen für die Elektromobilität, die Umstellung der Verträge auf den Agenturbetrieb und den Zugriff auf die Fahrzeugdaten für alle Betriebe, ganz gleich ob fabrikatsgebunden oder frei.
Zur Person: Arne Joswig (60)
- Bis 2022: Geschäftsführer von Lensch & Bleck
- Seit 2014: ZDK-Vorstandsmitglied,
Vorsitzender des ZDK-Ausschusses für
Öffentlichkeitsarbeit
- Seit 2009: Präsidiumsmitglied im Landes-
verband Schleswig-Holstein
Joswig: „Wir müssen mit der Politik den Dialog suchen, nicht nur mit Herrn Lindner, sondern auch Herrn Habeck und darauf einwirken, dass die gesetzlich notwendigen Rahmenbedingungen entstehen.“ Außerdem brauche es Lösungen in Sachen Agentursystemen und Zugriff auf die Fahrzeugdaten, die nicht nur für die Hersteller gut seien.
Seinem Konkurrenten Weller dankte er für den fairen Wahlkampf und bot an, in einem gemeinsamen Gespräch Optionen auszuloten, welche Möglichkeiten sich für Weller bieten könnten, sich im ZDK zu engagieren. Joswig: „Gemeinsam mit den beiden Vizepräsidenten, dem gesamten Vorstand und nicht zuletzt den Fachleuten im Hauptamt gehen wir nun daran, für eine gute Zukunft unserer Branche zur arbeiten.“
Stand: 08.12.2025
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