Neuwahlen Thomas Peckruhn ist neuer ZDK-Präsident

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

In einer außerordentlichen Versammlung haben die ZDK-Mitglieder Thomas Peckruhn zum Präsidenten gewählt. Seit Ende Juni hatte der bisherige Vizepräsident das Amt kommissarisch inne. Neuer Vizepräsident ist Michael Kraft.

Das aktuelle ZDK-Präsidium: (v. l.) der neue Vizepräsident Michael Kraft (auch Schatzmeister), der neue Präsident Thomas Peckruhn und der weiter amtierende Vizepräsident Detlef Peter Grün (auch Bundesinnungsmeister).(Bild:  ZDK)
Das aktuelle ZDK-Präsidium: (v. l.) der neue Vizepräsident Michael Kraft (auch Schatzmeister), der neue Präsident Thomas Peckruhn und der weiter amtierende Vizepräsident Detlef Peter Grün (auch Bundesinnungsmeister).
(Bild: ZDK)

Thomas Peckruhn ist neuer Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Der 63-Jährige wurde am 8. Juli in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Nachfolger von Arne Joswig gewählt.

Joswig war Ende Mai 2025 zurückgetreten und hatte persönliche Gründe angegeben. Eine wesentliche Rolle dürfte die seit Herbst 2024 anhaltende Verbandskrise sein. Vizepräsident Peckruhn war daraufhin eingesprungen und hatte das Amt des Präsidenten seitdem kommissarisch geführt.

Michael Kraft ist neuer ZDK-Vizepräsident – aber nicht mehr ZVK-Vize

Als neuen Vizepräsidenten wählten die Mitglieder in der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die online stattfand, Michael Kraft. Der 64-Jährige ist kein neues Gesicht an der ZDK-Spitze. Seit 2020 kümmert er sich als Schatzmeister um die Finanzen des ZDK und wird diese Funktion auch in Zukunft innehaben.

Dieses Ehrenamt führte er auch im Zentralverband des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK). Davon wurde er vom ZVK-Vorstand erst am Montag dieser Woche abberufen. An seine Stelle rückte Jeffrey Kilian, Sprecher der Freien Werkstätten.

Über seine Wahl als neuer ZDK-Vize freute sich Kraft: „Ich danke für das Vertrauen und freue mich darauf, die Arbeiten im ZDK im Interesse der von uns vertretenen Beschäftigten und Betriebe weiter bestmöglich voranzutreiben.“

Unberührt von den Ergänzungswahlen blieb das Amt des zweiten Vizepräsidenten und Bundesinnungsmeisters Detlef Peter Grün. Er wurde 2022 in das Amt gewählt und befindet sich ebenfalls in einer Doppelrolle: Er ist seit 2022 Vorsitzender des ZVK und gilt als eine Schlüsselfigur im Streit zwischen ZDK und ZVK.

Neu im ZDK-Vorstand: Fabio Krause und Alexander Sauer-Wagner

Für die bereits ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Dirk Weddigen von Knapp und Johann Gesthuysen wurden neu in den ZDK-Vorstand Fabio Krause (Ford-Händlerverband) und Alexander Sauer-Wagner (VW- und Audi-Händlerverband) gewählt.

Der frisch gewählte Präsident Peckruhn zeigte sich über das Wahlergebnis erleichtert. „Es braucht einen starken ZDK in Berlin und Brüssel“, erklärte Peckruhn, der seit 2005 zum Vorstand des ZDK gehört und nun für die restliche Dauer der laufenden Amtsperiode bis Sommer 2026 gewählt ist. Und: „Ich freue mich auf die vor mir liegende Aufgabe und darauf, meinen Beitrag zu leisten, damit der ZDK als bewährte Organisation die Mobilität der Zukunft aktiv mitgestalten kann.“

Dem ZDK-Vorstand gehört Peckruhn bereits seit 2005 an, seit 2017 ist er Sprecher des Fabrikatshandels und ZDK-Vizepräsident und seit 2016 Präsident des Kfz-Landesverbands Sachsen-Anhalt. Außerdem ist er Vorsitzender des Verbands Deutscher Skoda-Vertragspartner. Sein Unternehmen – die Autohaus-Liebe-Gruppe mit zehn Standorten in Deutschland – zählt zu den führenden Automobilgruppen Deutschlands.

Infos zur Neuaufstellung bei der Mitgliederversammlung

Wie berichtet, hatte Ende 2024 die ZVK-Führung mit Grün an der Spitze die Trennung der gemeinsamen Geschäftsstelle von ZDK und ZVK beschlossen, die seit 1978 bestand. Die Trennung der Geschäfte muss bis Ende 2025 vollzogen werden.

Wie das gehen soll, darüber verhandeln Vertreter beider Verbände. Über die Ergebnisse und die Neuaufstellung des Verbands will der ZDK seine Mitglieder bei seiner Jahresversammlung am 27. September informieren. Tagungsort ist diesmal Weimar.

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