Ausbildungsstart 2024 Einige Autohäuser melden Azubi-Rekordzahlen

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

Tausende Auszubildende starten ihren Berufsweg in den Autohäusern und Werkstätten. Einige melden Rekordzahlen. Das Kfz-Gewerbe dürfte auch in diesem Jahr wieder mit einem bundesweiten Zuwachs rechnen – das zeigt das Ergebnis einer Umfrage des »kfz-betrieb«.

Mit einem Einführungstag im deutschen Fußballmuseum in Dortmund hieß Motor Center Heinen zum neuen Ausbildungsjahr zehn Kfz-Mechatroniker, drei Automobilkauffrauen, sechs Automobilkaufmänner, einen Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und einen Fachinformatiker für Systemintegration willkommen. Das Motor Center Heinen bildet wie bei all seinen Auszubildenden die neue Generation für eine spätere Übernahme aus.(Bild:  Motor Center Heinen)
Mit einem Einführungstag im deutschen Fußballmuseum in Dortmund hieß Motor Center Heinen zum neuen Ausbildungsjahr zehn Kfz-Mechatroniker, drei Automobilkauffrauen, sechs Automobilkaufmänner, einen Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und einen Fachinformatiker für Systemintegration willkommen. Das Motor Center Heinen bildet wie bei all seinen Auszubildenden die neue Generation für eine spätere Übernahme aus.
(Bild: Motor Center Heinen)

Das neue Ausbildungsjahr ist gestartet und die Stimmung in vielen Autohäusern deshalb gut. Einige meldeten sogar Rekordzahlen, so die Herbrand-Gruppe, bei der erstmals gleich 80 junge Frauen und Männer einen Autoberuf lernen.

Die große Freude darüber zeigt sich auch in der Willkommenskultur. Geschäftsführer stellen sich den Fragen ihrer neuen Mitarbeiter. Kennenlerntage, Ausflüge in die einzelnen Standorte und Geschenke zum Start sind inzwischen bei den größeren Häusern an der Tagesordnung. Die Freude über jeden neuen Azubi ist eben groß und dessen hoher Wert in Zeiten des Bewerbermangels erkannt.

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Kfz-Gewerbe erwartet Zuwachs von zwei bis drei Prozent

Auch wenn offizielle Zahlen zur Ausbildungsbilanz erst Ende des Jahres vorliegen, zeichnet sich ab, dass das Ergebnis vom Vorjahr übertroffen wird. Zum 30. September 2023 meldete das Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) für das Kfz-Gewerbe 23.517 neue Ausbildungsverträge, eine Steigerung um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Solche Zuwachsraten werden in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr erreicht. „Aber wir werden sicher noch mal ein bis zwei Prozent bei den Kfz-Mechatronikern drauflegen können“, glaubt Birgit Behrens, Geschäftsführerin der Abteilung Berufsbildung des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK).

Bewerberzahlen sinken weiter

Dass die Autohäuser und Werkstätten im Vergleich zu anderen Gewerken und trotz des schwierigen Bewerbermarktes noch gut abschneiden, sei dem Engagement der Betriebe und Innungen zu verdanken. „Es gibt viele, die geben bei der Nachwuchssuche richtig Gas und setzen auch die Hilfen und Angebote unserer Initiative Autoberufe ein“, so Behrens.

Auch die Attraktivität der Autoberufe spiele eine große Rolle. „Der Kfz-Mechatroniker ist weiterhin der beliebteste Ausbildungsberuf im Handwerk, vor allem bei den Männern. Aber auch der Anteil der Frauen wächst langsam“, so Behrens.

Trotz aller Freude über den erneuten, wenn auch kleinen Zuwachs, zeige sich, dass die Nachwuchssuche weiter herausfordernd bleibt. Behrens: „Die Betriebe meldeten zurück, tendenziell immer später ihre offenen Stellen besetzen zu können. Die Zahl der Bewerber sinkt weiterhin.“ Das bestätigen auch die Rückmeldungen aus den Landesverbänden.

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