Gütegemeinschaft Autoberufe Weiterbildungen attraktiv halten

Von Edgar Schmidt 3 min Lesedauer

In jedem Jahr treffen sich die Mitglieder der Gütegemeinschaft Autoberufe zu einer Jahrestagung, um die Qualität der verschiedenen Weiterbildungen zu sichern und zu verbessern. Künftig wollen sie auch neue Jobprofile branchenweit anerkennbar machen.

Der Vorstand der Gütegemeinschaft Autoberufe (v. li.): Peter Schieder von Mitsubishi Motors Deutschland, der neu gewählte Carsten Berg vom ZDK und Carsten Siebers von Volkswagen.(Bild:  Schmidt - VCG)
Der Vorstand der Gütegemeinschaft Autoberufe (v. li.): Peter Schieder von Mitsubishi Motors Deutschland, der neu gewählte Carsten Berg vom ZDK und Carsten Siebers von Volkswagen.
(Bild: Schmidt - VCG)

Genügend Nachwuchs für die Autoberufe begeistern und langfristig als Arbeitskräfte sichern. Das ist eines der aktuell wichtigsten Themen im Kfz-Gewerbe, damit Kfz-Betriebe für die Zukunft gerüstet sind. Dazu sind interessante Berufsbilder notwendig und ein wesentlicher Faktor dafür sind attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten. Hieran arbeitet bekanntlich der ZDK mit Vertretern der Hersteller und Importeure in der Gütegemeinschaft Autoberufe.

In diesem Jahr nutzten deren Mitglieder die Fachmesse „Learntec“ in Karlsruhe, um sich im Rahmen ihrer Jahrestagung über die neuesten Trends bei der Aus- und Weiterbildung zu informieren. Hier stand unter anderem die Unterstützung von KI bei Aus- und Weiterbildungsmedien im Mittelpunkt. Denn nicht nur die Inhalte, sondern auch eine möglichst effiziente und für die Teilnehmenden attraktive Form der Wissensvermittlung liegt den Mitgliedern der Gütegemeinschaft am Herzen. Zu diesen Themen bot die Bildungsmesse viele Anregungen.

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Dass die von der Gütegemeinschaft betreuten, branchenweit anerkannten Weiterbildungen sowohl für die Hersteller und Importeure als auch für die Kfz-Betriebe ein guter Weg sind, zeigen immer wieder die Rückmeldungen aus den Autohäusern sowie verschiedene Umfragen unter Schulabgängern. Denn junge Leute suchen heute etwa nach Möglichkeiten, sich gut zu qualifizieren und dabei einen möglichst flexiblen Abschluss zu bekommen. Die Weiterbildungen zum

  • „Geprüften Automobilverkäufer“,
  • „Geprüften Automobil-Serviceberater“,
  • „Geprüften Teile- und Zubehörverkäufer,“
  • „Geprüften Automobil-Serviceassistenten“

sind deshalb ein gutes Argument für Kfz-Betriebe bei der Nachwuchswerbung. Der Vorteil ist dabei nicht nur, dass diese Weiterbildungen branchenweit anerkannt sind, sondern auch, dass Mitarbeiter durch die zertifizierten Weiterbildungsgänge ein gemeinsames Mindset mitbringen – egal bei welchem Hersteller oder Importeur sie die Weiterbildung absolviert haben.

Auch die neuen, zertifizierten Weiterbildungen für Führungskräfte kommen langsam in der Branche an. Erste Hersteller und Importeure führen inzwischen Schulungen für „Geprüfte Serviceleiter“ und „Geprüfte Verkaufsleiter“ durch.

Da durch die Veränderungen in der Automobilbranche immer mehr Marken die klassischen Berufsprofile um neue Berufsfelder ergänzen, arbeitet die Gütegemeinschaft auch daran, solche neuen Profile branchenweit anerkennbar zu machen. Das wäre beispielsweise möglich, wenn Mitarbeitende mit Modulen aus den zertifizierten Ausbildungen weitergebildet werden.

Erfolgreiche Nachwuchswerbung

Eng verbunden mit der Gütegemeinschaft ist die Initiative „Autoberufe“, die sich darum kümmert, geeigneten Berufsnachwuchs für das Kfz-Gewerbe zu begeistern und zeitgemäße Medien für die Nachwuchswerbung für Kfz-Betriebe erstellt. Hier konnten Claudia Kefferpütz und Manuela Suhr, Referentinnen aus der Abteilung Berufsbildung im ZDK, erfreuliche Zahlen vermelden. Denn die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge war 2024 bei den Kfz-Mechatronikern um 7 Prozent und bei den Automobilkaufleuten um 3,5 Prozent gestiegen. Daran zeige sich, dass sich das intensive Nachwuchsmarketing auszahle.

Dieses Engagement will die Initiative noch weiter ausbauen, da der Fachkräftemangel künftig durch den demografischen Wandel noch weiter zunehmen werde. Auch die direkte Unterstützung für Kfz-Betriebe will die Initiative Autoberufe künftig verbessern. So soll noch im Juni ein verbesserter „Werkzeugkasten Recruiting“ für das Nachwuchsmarketing online gehen. Außerdem wird es künftig Webinare geben, die den Verantwortlichen in den Betrieben zeigen, wie sie den Werkzeugkasten sinnvoll einsetzen können.

Gute Resonanz

Und auch die Fachkräftestrategie des ZDK zeige Erfolge. So konnte der ZDK mit der Aktion #SHE innerhalb von nur zwei Monaten auf den Social-Media-Kanälen rund zwei Millionen Menschen erreichen. Aktuell zeigt die Aktion #BEST erstklassige Ausbildungsprojekte von Kfz-Betrieben.

Auch eine personelle Veränderung gab es in der Gütegemeinschaft. Da das bisherige Vorstandsmitglied, Birgit Behrens, den ZDK im vergangenen Jahr verlassen hatte, war die Wahl eines Nachfolgenden notwendig. Hier wählten die Mitglieder den neuen Leiter der Abteilung Berufsbildung und Nachwuchssicherung, Carsten Berg, einstimmig in den Vorstand.

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