Neues Werkstattportal Fabucarfix ist online: Autodoktoren mischen mit

Von Sybille Weinschenk 4 min Lesedauer

Das neue Werkstattportal Fabucarfix vernetzt geprüfte Werkstätten mit anspruchsvollen Kunden. Doch damit nicht genug: Azubis, Gesellen und Meister können sich über die Plattform Fabucar Pro mit rund 35.000 Kfz-Profis austauschen.

Die Macher von Fabucarfix (v. l.): Peter Bredol, Detlef Peter Grün (beide ZDK), Hans-Jürgen Faul, Holger Parsch (Die Autodoktoren), Markus König (DAT), Lars Faust (Fabucar).(Bild:  DAT)
Die Macher von Fabucarfix (v. l.): Peter Bredol, Detlef Peter Grün (beide ZDK), Hans-Jürgen Faul, Holger Parsch (Die Autodoktoren), Markus König (DAT), Lars Faust (Fabucar).
(Bild: DAT)

Die Kommunikations- und Werkstattvermittlungsplattform Fabucarfix ist jetzt offiziell online. Das Konzept setzt auf Qualität statt Preiskampf. Schon im Sommer 2024 begannen die Produktionsfirma der Autodoktoren (Fabucar), die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), ein Netzwerk geprüfter Werkstätten aufzubauen.

Den Anstoß für das Projekt lieferten die Follower der Autodoktoren. Immer wieder fragten sie bei Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch nach Werkstätten, die genauso sorgfältig arbeiten wie die beiden YouTube-Stars. Einzelempfehlungen konnten die zwei nicht geben. Aber sie erkannten: Was fehlt, ist die Möglichkeit, qualitätsbewusste Kunden und Top-Werkstätten zusammenzubringen.

Qualität als Eintrittskarte

Wer bei Fabucarfix mitmachen will, muss hohe Standards erfüllen. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren prüfen die Autodoktoren und die DAT sowohl die technische Ausstattung als auch die Qualifikation der Werkstattmitarbeitenden. Daraus entsteht ein detailliertes Werkstattprofil, das unter anderem die Werkstattausrüstung, die Qualifikation der Mitarbeitenden und mögliche Spezialisierungen enthält.

Die Betriebe müssen nachweisen, dass sie nicht nur Teile tauschen, sondern echte Qualitätsarbeit leisten. Mitmachen können freie Werkstätten ebenso wie Vertragswerkstätten oder Spezialisten. Wer sich dafür interessiert, kann sich auf der Website des Werkstattportals informieren.

Besser als technische Hotline

Fabucarfix ist nicht das einzige digitale Angebot: Mit Fabucar Pro gibt es eine zweite Plattform, die sich dem fachlichen Austausch im Werkstatt-Team widmet – vom Azubi bis zum Meister. Mehr als 35.000 Kfz-Profis tauschen darüber ihr Wissen aus und helfen sich gegenseitig bei kniffligen Reparaturen. Über eine Tecdoc-Schnittstelle und spezielle Suchfunktionen lassen sich etwa Lösungen nach Motorkennbuchstaben oder Fehlercodes finden.

„Ich nutze Fabucar Pro täglich, da es mir sehr bei Problemlösungen hilft. (…) Für mich ist Fabucar Pro mit diesem Netzwerk besser und hilfreicher als jede technische Hotline“, sagt ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün. Der ZDK empfiehlt das System, und einige Handwerkskammern haben Fabucar Pro bereits in die Ausbildung integriert.

Engagement wird belohnt

Wer sich bei Fabucar Pro einbringt und mit guten Lösungen weiterhilft, sammelt Punkte. Die meisten gibt es für Beiträge, die Nutzer mit dem „Schraubenschlüssel“ als besonders hilfreich markieren.

Zweimal im Jahr werden die 100 Aktivsten belohnt – mit Werkstattausstattung wie 2-Säulen-Hebebühne, ausziehbare LED-Leuchte sowie persönlichen Extras wie DTM-VIP-Tagesticket oder Bluetooth Earpods. Danach beginnt das Punktesammeln von vorn, sodass auch Neueinsteiger gute Chancen haben, unter die Top 100 zu kommen.

Zeitfresser Schnäppchenjäger

Während Fabucar Pro den Wissensaustausch unter Kfz-Profis fördert, löst das Werkstattportal Fabucarfix ein anderes Problem des Arbeitsalltags – ständige Unterbrechungen durch Telefonanfragen. Viele Kfz-Fachkräfte kennen die Situation: Mitten in der Reparatur klingelt das Telefon. In großen Betrieben kümmern sich die Serviceberater darum, in kleineren Werkstätten müssen die Kfz-Mechatroniker und Kfz-Mechatronikerinnen selbst ihre Arbeit am Fahrzeug unterbrechen.

Oft ist am anderen Ende der Leitung jemand, der über Google nach einer Werkstatt gesucht hat. Bei jedem dieser Anrufe muss die Werkstatt grundlegende Daten wie Fahrzeugtyp, Baujahr oder Kilometerstand abfragen. Die Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter haben diese Informationen selten griffbereit und müssen erst den Fahrzeugschein suchen. Das unterbricht den Arbeitsablauf in der Werkstatt und oft stellt sich am Ende heraus: Die anrufende Person wollte nur Preise vergleichen.

Werkstattalltag clever planen

Fabucarfix geht einen anderen Weg: Die Kunden laden alle wichtigen Informationen direkt auf die Plattform - von der Fahrgestellnummer bis zum letzten Servicetermin. Zusätzlich können sie Fotos oder Videos vom Problem hochladen. Für die Werkstätten bedeutet das: Alle relevanten Daten liegen bereits vor, wenn sie sich für den Auftrag interessieren.

Neue Anfragen werden sofort übermittelt, wahlweise per E-Mail, als Push-Nachricht oder über eine spezielle Fabucarfix-Lampe auf dem Werkstattschreibtisch. Werkstätten sehen alle Anfragen aus ihrer Region und können selbst entscheiden, welche Aufträge zu ihnen passen. Erst wenn ein Betrieb Interesse zeigt, wird er dem Kunden oder der Kundin angezeigt.

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Per Chat zum Auftrag

Die Kommunikation zwischen der Werkstatt und den Auftraggebenden läuft hauptsächlich über einen Chat. Das hat viele Vorteile: Die Werkstatt kann Nachrichten dann beantworten, wenn sie Zeit dafür hat. Außerdem sind alle Absprachen schriftlich dokumentiert. Tauchen während einer Reparatur weitere Mängel auf, lässt sich das direkt über den Chat klären – die Kundschaft kann sofort zustimmen oder ablehnen.

Besonders praktisch: Alle Gespräche werden gespeichert und stehen für spätere Anfragen zur Verfügung. Wer lieber telefoniert, kann Interessierte aber auch direkt aus dem System anrufen.

Werkstätten bewerten ebenfalls

Anders als bei Google & Co. prüft Fabucarfix jede Bewertung, bevor sie online geht. Gibt es weniger als vier Sterne, wird das Team des Werkstattportals aktiv und vermittelt zwischen Kunde und Werkstatt. Die Bewertungen sind nicht bei Google sichtbar, sondern nur innerhalb der Plattform.

Die Werkstätten selbst können ihre Auftraggebenden ebenfalls bewerten. Diese Informationen sehen aber nur die anderen Partnerbetriebe. Auf diese Weise können sie sich gegenseitig vor schwierigen Fällen warnen.

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