Mercedes G-Klasse restaurieren

G wie Gesellenstück

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 Wertvolle Erfahrungen 

Wenn Reischl die Karosseriearbeiten erfolgreich beendet hat, wartet noch die Fahrzeugelektronik auf Zuwendung. Auch hier hat er bereits einige kleinere Macken erkannt, die aber die Funktionsfähigkeit des Wagens bisher nicht einschränken. Auch der Innenraum bedarf einiger Aufmerksamkeit und der ein oder anderen Polsterarbeit. Dass das ständige Auf- und Absitzen der Feuerwehrleute in voller Montur über mehr als 40 Jahre nicht spurlos am Fahrzeug geblieben ist, kann man sich gut vorstellen.

Ein großer Brocken ist dann, das Fahrzeug zu lackieren. Damit es wieder in leuchtend roter Feuerwehrfarbe erstrahlt, sind rund zehn Lackschichten erforderlich.

Werkstattunterlagen gesucht

Obwohl Reischl noch einige Unterlagen zum Fahrzeug fehlen, ist er zuversichtlich, die Arbeiten in der geplanten Zeit zu schaffen. Bei den Unterlagen würde er sich auch über Unterstützung von Kollegen freuen, die ihm solche zeitweise zur Verfügung stellen könnten. „Denn wenn man Werkstattunterlagen zu dem Auto findet, sind sie meist sehr teuer“, bedauert Reischl. So müsse man leider relativ viel Geld ausgeben, bevor man mit ersten Arbeiten am Auto beginnen könne. Auch das ist eine lehrreiche Erkenntnis für alle, die davon träumen, einen Oldtimer zu restaurieren.

Dennoch ist er sich sicher, dass der Lerneffekt aus den Arbeiten, die er an dem Fahrzeug durchführen muss, für ihn wertvoller ist als das Geld, das er investieren muss. Er hat sich das Motto des Brabus-Gründers Bodo Buschmann zu eigen gemacht: „Never work for money – work for passion!“

Mit dieser Einstellung und der Erfahrung im Lebenslauf wird er sicher keine Probleme haben, wenn er nach seiner Ausbildung einen Karriereweg im Kfz-Gewerbe anstrebt. Denn es ist ja nicht nur die handwerkliche Erfahrung, von der er in diesem Projekt profitiert. Durch die notwendige Recherche zu den Arbeiten erweitert er sein Wissen enorm und knüpft neue Kontakte, die ihm bei seinem beruflichen Werdegang durchaus noch nützlich sein können.

Die Redaktion autoFACHMANN wünscht ihm jedenfalls viel Glück bei der Arbeit – getreu dem Mercedes-Motto: „Wo ein G ist, ist auch ein Weg“.

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