40 Jahre Initiative Autoberufe Vom Pixibuch zu LinkedIn und ChatGPT

Von Julia Moßner 2 min Lesedauer

Im Fokus der Jahrestagung 2024 der Initiative Autoberufe standen ein Rückblick auf 40 Jahre Nachwuchsmarketing, die Fachkräftestrategie 2026, Künstliche Intelligenz und LinkedIn. In Berlin traf sich die die bundesweite Gemeinschaftsinitiative.

Vertreter von Herstellern und Importeuren, Vertreter der Landesverbände sowie des Zertifizierungskreises unterstützen die Initiative Autoberufe.(Bild:  Moßner – VCG)
Vertreter von Herstellern und Importeuren, Vertreter der Landesverbände sowie des Zertifizierungskreises unterstützen die Initiative Autoberufe.
(Bild: Moßner – VCG)

Genau 40 Jahre liegt die Gründung der Initiative Autoberufe zurück. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchs für die Autoberufe zu finden, zu qualifizieren und zu binden. Getragen wird die Initiative vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sowie den Automobilherstellern und -importeuren.

Im Laufe der Jahre wurden verschiedenste Wege getestet, um Nachwuchs für das Kfz-Gewerbe zu begeistern. In den Anfangsjahren gab es beispielsweise Ansteckpins, Pixibücher, Plakate und Broschüren. Seit einigen Jahren arbeitet die Initiative überwiegend auf digitalen Kanälen. Insbesondere Social Media ist aus der Kampagne #wasmitautos nicht mehr wegzudenken.

Umfrage zur Nachwuchs- und Mitarbeitergewinnung

Denn die Bedürfnisse des Nachwuchses ändern sich. Eine aktuelle Umfrage, die auf der Sitzung vorgestellt wurde, zeigt auf: Das Gehalt spielt für die aktuelle Azubi-Generation eine sehr wichtige Rolle bei der Berufswahl. Wenn Azubis eine Ausbildung abbrechen, sind sie meistens mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden. Sie nennen fehlende Wertschätzung, die Unternehmenskultur, Work-Life-Balance oder den sozialen Zusammenhalt im Team als Grund.

Viele dieser Aspekte sind den Betriebe bekannt. Unterschiede zeigen sich insbesondere bei den Kanälen, die Betriebe zur Mitarbeitergewinnung nutzen bzw. die Azubis bei der Suche. So wird etwa die Bedeutung von Google von den Betrieben vollkommen unterschätzt, obwohl die Suchmaschine für Azubis mit Abstand der wichtigste Kanal ist.

Fachkräftestrategie 2026

Junge Menschen für Autoberufe zu begeistern, sie gut auszubilden und Fachkräfte in der Branche zu halten, wird auch in den nächsten Jahren eine der größten Herausforderungen für die Betriebe und die Verbände bleiben. Mit der Fachkräftestrategie 2026 hat es sich die Branche zum Ziel gesetzt, jedes Jahr mehr als 10.000 neue Auszubildende zu gewinnen.

Dafür wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt:

  • Employer Branding: Autoberufe sollen bekannter und attraktiver werden, beispielsweise mit gezielten Marketing- und Infokampagnen sowie Kooperationen mit Bildungseinrichtungen. Außerdem sollen neue Zielgruppen für den Beruf begeistert werden.
  • Beste Arbeitsbedingungen: Damit Mitarbeitende in einem Betrieb bleiben, müssen sich Arbeitgeber heute mehr denn je anstrengen. Die Fachkräftestrategie 2026 möchte Arbeitgeber dabei unterstützten, z.B. mit Diversity-Management-Programmen oder Schulungen für Führungskräfte.
  • Moderne Berufsbilder: Die duale Ausbildung zu stärken und Berufsbilder zeitgemäß weiterzuentwickeln ist Kernaufgabe der Verbände. Dazu sollen Projekte, wie beispielsweise die Entwicklung spezieller Ausbildungsprogramme für Menschen mit Migrationshintergrund, umgesetzt werden.

Linkedin und ChatGPT

Bisher war die Initiative Autoberufe vor allem in sozialen Netzwerken aktiv, auf denen sich junge Zielgruppen tummeln. Beispielsweise TikTok oder Instagram. Die Arbeit wird nun um das Business-Netzwerk LinkedIn ausgeweitet, da LinkedIn mehr und mehr auch jüngere Menschen anspricht.

Die Teilnehmer diskutierten außerdem ausgiebig über die Veränderung der Ausbildung durch künstliche Intelligenzen wie ChatGPT und teilten Tipps über die beruflichen Einsatzmöglichkeiten.

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