Betriebspraktikum Das beste Werkzeug zur Nachwuchssicherung

Von Johannes Büttner 3 min Lesedauer

Ein Praktikum bietet Betrieben und Nachwuchskräften die Möglichkeit, sich frühzeitig gegenseitig kennenzulernen. Die Broschüre „Hands on“ der Initiative Autoberufe liefert wichtige Informationen, was es vor, während und nach dem Betriebspraktikum zu beachten gilt.

Mit Bildern und Videos können Betriebe zum Beispiel in sozialen Netzwerken für ihre Praktikumsplätze werben. (Bild:  AutoBerufe)
Mit Bildern und Videos können Betriebe zum Beispiel in sozialen Netzwerken für ihre Praktikumsplätze werben.
(Bild: AutoBerufe)

Viele Betriebe aus beinahe allen Branchen beklagen einen Mangel an Fach- und Nachwuchskräften. Das bedeutet, dass sich jedes einzelne Unternehmen dem Wettbewerb um junge Leute stellen muss. Doch was kann ein Kfz-Betrieb auf der Suche nach Auszubildenden konkret tun?

Das beste Hilfsmittel zur Nachwuchsgewinnung ist und bleibt ein Klassiker: Laut Befragungen haben rund 80 Prozent der Auszubildenden in Kfz-Betrieben ihre Stelle über ein Praktikum gefunden. Zudem brechen Azubis, die bereits während eines Praktikums sowohl ihr Tätigkeitsfeld als auch das Umfeld kennenlernen konnten, die Ausbildung wesentlich seltener vorzeitig ab.

Es ist also für Nachwuchskräfte und Betriebe von Vorteil, wenn sie sich frühzeitig besser kennenlernen können. Die Schüler erfahren, was einen Beruf in der Praxis wirklich ausmacht und können ihre Vorstellungen überprüfen. Die Ausbildungsbetriebe lernen die möglichen Auszubildenden und Mitarbeiter rechtzeitig kennen und können überprüfen, wer zu ihnen passt.

Praktika vorbereiten

Damit das Praktikum wirklich ein Erfolg wird, muss der Betrieb es allerdings gut vorbereiten, durchführen und auch nachbereiten. Für diesen Zweck hat die Initiative Autoberufe – Zukunft durch Mobilität die Broschüre Hands on – Das Praktikum entwickelt. Interessenten können sie sich kostenlos herunterladen.

Darin findet sich zum Beispiel eine Checkliste zur Vorbereitung von Betriebspraktika. Erster Punkt ist hier die Definition eines festen Ansprechpartners oder Betreuers. Diese Person hält auch den Kontakt zur Lehrkraft des Schülers und achtet darauf, dass alle Formalitäten eingehalten werden.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, den Praktikanten Azubis aus dem zweiten oder dritten Lehrjahr als Mentoren zur Seite zu stellen. Sie können den Schülern zum Beispiel gemeinsam mit dem Betreuer die Abteilungen des Unternehmens vorstellen. Zudem vermitteln sie als beinahe Gleichaltrige authentisch Informationen auf Augenhöhe.

Denn darum geht es in erster Linie während des Praktikums: Die Schülerinnen und Schüler sollen weder Däumchen drehen noch für die Tätigkeiten abgestellt werden, die sonst keiner übernehmen will. Sondern sie sollen im täglichen Arbeitsprozess in der Werkstatt, im Lager, im Büro oder im Verkaufsraum „mitlaufen“. Auf diese Weise lernen sie die Ausbildungsberufe des Kfz-Gewerbes hautnah kennen.

„Die Aufgaben und Tätigkeiten, die dabei übertragen werden, sollten motivieren und nicht abschrecken“ heißt es in der Informationsbroschüre. Der Schwierigkeitsgrad sollte deshalb zwar nicht langweilig einfach, aber erst recht auch nicht zu hoch sein. Wichtig ist, die Praktikanten bei gelungener Arbeit zu loben und bei Schwierigkeiten zu unterstützen.

Schülerinnen und Schüler, die während des Praktikums positiv aufgefallen sind und die Gefallen an einer Tätigkeit im Autohaus gefunden haben, sollte der Betrieb im eigenen Interesse an sich binden. Das beginnt mit einem professionellen Zeugnis zum Abschluss des Praktikums, das gerne auch zusammen mit einem kleinen Präsent überreicht werden kann.

Spätestens bei dieser Gelegenheit sollte man den Jugendlichen außerdem aktiv auf die Ausbildungsplätze im Unternehmen hinweisen und Informationen zur Bewerbung geben. Wenn dann Bewerbungsunterlagen eingehen, heißt es schnell Feedback geben und bis zum Beginn des Ausbildungsverhältnisses in Kontakt bleiben.

Praktikanten finden

All diese Tipps zum Praktikum setzen voraus, dass überhaupt erst einmal interessierte Schülerinnen und Schüler in den Betrieb kommen. Damit dies der Fall ist, hält die Initiative Autoberufe weitere Hilfsmittel bereit. So beinhaltet ihr digitaler Werkzeugkasten zum Azubi-Recruiting Informationen, wie sich Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen aufbauen, aufrechterhalten und vertiefen lassen.

Darüber hinaus können Kfz-Betriebe im Betriebefinder nicht nur ihre Ausbildungsstellen, sondern auch Praktikumsplätze einstellen.

Eine hervorragende Idee ist es schließlich, das Thema Praktikum auch auf Social Media zu bespielen. Die Hands-on-Kampagne von Autoberufe beinhaltet deshalb Bilder, Texte und Videos, die zielgruppengerecht für Betriebspraktika werben. Interessierte Unternehmen können sie in ihre eigenen Auftritte integrieren und über ihre Kanäle ausspielen.

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