Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

Der Kfz-Landesverband Rheinland-Pfalz will etwas gegen den Fachkräftemangel tun. Er hat eine neue Veranstaltungsreihe gestartet, die sich dem Thema widmet. Der Auftakt fand in Bad Kreuznach statt.

ZDK-Referentin Claudia Kefferpütz stellte die Eckpunkte des Recruitings vor. (Bild:  Zietz -VCG)
ZDK-Referentin Claudia Kefferpütz stellte die Eckpunkte des Recruitings vor.
(Bild: Zietz -VCG)

Der Kfz-Landesverband Rheinland-Pfalz hat eine Veranstaltungsreihe initiiert, um den Betrieben im Kfz-Gewerbe zu helfen, dem Arbeits- und Fachkräftemangel zu begegnen.

Im Verbandshaus in Bad Kreuznach erklärte Geschäftsführer Jens Bleutge, dass die Bedeutung des Themas eine eigene Tagung rechtfertige. Die Schwerpunkte der Veranstaltung lagen auf Fachkräftesicherung, Aus- und Fortbildung, zugewanderten Arbeitskräften und der Digitalisierung.

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Claudia Kefferpütz vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnte, dass sich der Mangel an Fachkräften im Kfz-Gewerbe weiter verschärfen wird. Bereits heute fehlten rund 15.000 ausgebildete Mitarbeiter in den Kfz-Berufen.

Mitarbeiter gewinnen und halten

Der ZDK empfiehlt, die Auszubildenden nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch langfristig im Unternehmen zu halten und weiter zu qualifizieren. Die steigenden Ausbildungszahlen in den Betrieben verdeutlichen, dass die stolzen Arbeitgeber die Notwendigkeit erkannt haben.

Fortbildungsmöglichkeiten können entscheidende Anreize bieten, um Mitarbeiter im Betrieb zu halten. Sylvia Gerl von der BFC in Northeim betonte die Bedeutung von Fortbildungsverträgen, um den jungen Fachkräften Perspektiven aufzuzeigen. Ein Drittel der BFC-Studenten habe bereits solche Verträge in der Tasche, was die Bindung an ihr Unternehmen stärkt.

Um offene Stellen zu besetzen, wird auch die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland als eine Schlüsselressource betrachtet. Jens Fiedermann von der HWK Koblenz wies darauf hin, dass die Bundesagentur für Arbeit in dieser Hinsicht unterstützend tätig ist.

Ein weiteres Thema, das ausführlich diskutiert wurde, ist die digitale Gesellenprüfung. Daniel Winkler vom ZDK stellte die Fragen in den Raum, die für die Prüfer und Prüflinge von Bedeutung sind: Sind die Ergebnisse tatsächlich besser? Kommen Prüflinge und Prüfer mit der Prüfung am Computer zurecht? In der lebhaften Diskussion wurde betont, dass die Prüfung fair und wertig sein müsse. Ein Absenken des Ausbildungsniveaus sei keine Option, obgleich viele Ausbilder auf die unterschiedlichen Bildungsniveaus der Azubis stoßen.

Digitalte Gesellenprüfungen auf dem Vormarsch

Die Vorteile digitaler Gesellenprüfungen überzeugen zunehmend die Prüfungsorganisationen in den Innungen der Verbände. In Rheinland-Pfalz befürworten zahlreiche Innungen den Einsatz dieser digitalen Methoden. Parallel dazu entwickeln wissenschaftliche Einrichtungen wie die TU Dresden digitale Ausbildungsangebote, insbesondere im Bereich der Diagnosetechnik, um den Lernerfolg zu fördern.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Schulen wird als entscheidend für den Ausbildungserfolg erachtet. Mathias Andes vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz betonte die Notwendigkeit der Lesekompetenz für erfolgreiches Lernen. Gerade Zuwanderer kämpfen häufig mit Sprachbarrieren, die das Verständnis von Lerninhalten erschweren.

Abgerundet wurde die Tagung durch einen Beitrag von Achim Kreyenpoth von der Bank Deutsches Kfz-Gewerbe (BDK). Er stellte digitale Ressourcen vor, die bereits frühzeitig im Finanzierungsprozess für Kunden eingesetzt werden können. Die BDK bietet zudem Beratungen zur Digitalisierung im Autohandel und Online-Seminare zu Themen wie Digitalstrategie, Website-Gestaltung und Online-Marketing an.

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