BIBB-Ausbildungsbilanz Autoberufe haben zugelegt

Von Johannes Büttner

Insgesamt stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr nur geringfügig. Doch für einige Berufe ging es laut Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung deutlich nach oben. Davon profitiert das Kfz-Gewerbe.

Im vergangenen Jahr starteten mehr junge Menschen eine Ausbildung zum Automobilkaufmann.
Im vergangenen Jahr starteten mehr junge Menschen eine Ausbildung zum Automobilkaufmann.
(Bild: Promotor/Volz)

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die im Jahr 2022 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge genauer unter die Lupe genommen. Dabei stellte die Behörde erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Berufsbildern fest. Während unter dem Strich nur ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen war, konnten einige Berufsbilder überdurchschnittlich zulegen – darunter die Berufe des Kfz-Gewerbes.

An erster Stelle ist hier die Ausbildung zum/zur Automobilkaufmann/-kauffrau zu nennen. 5.121 neue Azubis bedeuten hier ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber 2021. Und auch im Vorjahr hatte der Beruf bereits um rund zehn Prozent zugelegt.

Allerdings hatte die kaufmännische Ausbildung im Kfz-Gewerbe stark unter der Corona-Krise gelitten. Deswegen bedeuten die aktuellen Zahlen noch immer einen Rückgang im Vergleich zu 2019. Damals verzeichnete das BIBB 5.316 neue Ausbildungsverträge für Automobilkaufleute.

Weniger groß waren die Ausschläge bei den Kfz-Mechatronikern. Der Trend weist jedenfalls auch hier in die richtige Richtung. 21.591 neue Azubis entsprechen einem Plus von 4,3 Prozent. 2019 hatten allerdings noch 22.803 junge Menschen eine Ausbildung in diesem Beruf begonnen.

Besonders stark konnten die Autoberufe in Thüringen und Nordrhein-Westfalen zulegen, weniger schön stellte sich die Lage im Norden Deutschlands dar.

Frauenquote bleibt niedrig

Wie schon seit vielen Jahren ist Kfz-Mechatroniker wieder der beliebteste Ausbildungsberuf unter jungen Männern. Unter den weiblichen Auszubildenden reicht es dagegen nur zu Rang 32, was immerhin einen Aufstieg um vier Plätze bedeutet. Die Frauenquote unter den angehenden Kfz-Mechatronikern beträgt sechs Prozent.

Wesentlich ausgeglichener ist das Verhältnis bei den angehenden Automobilkaufleuten: Hier liegt der Anteil der jungen Frauen bei 39 Prozent.

Über alle Berufe hinweg ist die Zahl der neu abgeschlossenen dualen Ausbildungsverträge im Ausbildungsjahr 2022 mit insgesamt 475.100 Verträgen gegenüber dem Vorjahr um 2.100 Verträge beziehungsweise 0,4 Prozent leicht gestiegen. Damit verbleibt die Zahl der Neuabschlüsse jedoch weiterhin um 49.900 Neuabschlüsse beziehungsweise 9,5 Prozent deutlich unter dem Niveau von 2019 vor Ausbruch der Coronapandemie.

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