Zukunftsstrategie von Porsche

E-Antrieb und E-Fuels

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 Porsche-Benzin aus Chile 

Nach Ansicht von Porsche kann wegen des weltweit hohen Bestands an Verbrenner-Fahrzeugen der Hochlauf der Elektromobilität nicht schnell genug erfolgen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Zudem entwickelten sich die verschiedenen Regionen auf der Welt nicht im gleichen Tempo in Richtung Elektromobilität, sodass auch in Jahrzehnten noch Autos mit Verbrennungsmotoren unterwegs sein werden.

Um auch diese Fahrzeuge CO2-neutral betreiben zu können, setzt Porsche auf die E-Fuels – und hat dabei nicht zuletzt die eigene Flotte im Blick. Laut Unternehmensangaben sind noch mehr als 70 Prozent aller jemals verkauften Porsche für den Straßenverkehr zugelassen.

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Mit nahezu CO2-neutral hergestellten E-Fuels könnten auch herkömmlich angetriebene Fahrzeuge einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Wenn man die E-Fuels an den richtigen Stellen produziert, können sie die Elektromobilität sinnvoll ergänzen“, erläutert Jan Simon Ohmstedt, Projektleiter E-Fuels bei Porsche.

Der Schlüssel für eine schnelle Wettbewerbsfähigkeit von E-Fuels seien niedrige Kosten für und eine hohe Verfügbarkeit von regenerativ erzeugter Energie. Deshalb habe Porsche sich mit seinen Partnern für Chile als Standort für eine erste Pilotanlage entschieden. Dort laufe ein Windrad durchschnittlich 270 Tage im Jahr mit Volllast.

Zum Vergleich: In Deutschland seien es mit denselben Investitionen aufgrund der geografischen und meteorologischen Gegebenheiten nur rund 66 Tage im Jahr. Die Stromproduktion sei in Chile also wesentlich effizienter möglich. Deshalb koste eine Megawattstunde erzeugter Strom dort auch nur rund 15 Euro, während sie in Deutschland mit 34 Euro mehr als doppelt so teuer sei.

Außerdem kommt laut Ohmstedt hinzu, dass der in Chile regenerativ erzeugte Strom ausschließlich für die E-Fuel-Anlage produziert wird. In der Region, in der die Anlage steht, gibt es kaum andere Abnehmer, für die der Strom ebenfalls interessant wäre. Hier sei die Situation in Deutschland eine andere. Hierzulande sei es wesentlich sinnvoller, den regenerativ erzeugten Strom direkt in die Batterien einzuspeisen, weil das deutlich effizienter ist.

2022 soll die Pilotanlage in Betrieb gehen und rund 130.000 Liter E- Fuels erzeugen. Diese Menge wird Porsche komplett abnehmen und zunächst vor allem bei Motorsport­aktivitäten einsetzen. Später sollen die Produktionskapazitäten steigen. Porsche will damit zwar nicht zum Kraftstoffhersteller werden, aber das Unternehmen will zeigen, dass man auch in Zukunft mit Verbrennungsmotoren umweltfreundliche Mobilität ermöglichen kann. Wenn das klappt, stützt der Hersteller damit nicht nur seine Zukunft.

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