EuroNCAP Zwei klare Sieger

Von Edgar Schmidt 1 min Lesedauer

Assistenzsysteme übernehmen immer mehr Fahraufgaben. Deshalb überprüft Euro NCAP inzwischen auch diese Systeme. Der jüngste Test zeigt: Es gibt große Unterschiede bei ihrer Qualität.

Euro NCAP testet auch die Qualität von automatisiert arbeitenden Assistenzsystemen. Die C-Klasse von Mercedes schnitt dabei sehr gut ab.(Bild:  Euro NCAP)
Euro NCAP testet auch die Qualität von automatisiert arbeitenden Assistenzsystemen. Die C-Klasse von Mercedes schnitt dabei sehr gut ab.
(Bild: Euro NCAP)

Zusätzlich zum Crashverhalten beurteilt die Verbraucherschutzorganisation Euro NCAP seit 2020 auch die Funktion von automatisiert arbeitenden Fahrerassistenzsystemen. In der jüngsten Versuchsreihe hat die Organisation die Systeme der Modelle BYD Atto 3, BMW i5, Mercedes C-Klasse, VW ID 7 und Volvo EC40 unter die Lupe genommen. Zwei Modelle konnten die Tester überzeugen, eines fiel durch.

Bei ihrer Bewertung ist den Testern einerseits die sogenannte Assistenzkompetenz wichtig, also wie stark die Systeme die Fahrenden unterstützen und wie gut sie dafür sorgen, dass die Fahrenden sich weiterhin an der Fahraufgabe beteiligen. Außerdem prüfen sie die Grenzen der Systeme und die Maß­nahmen, die sie ausführen, um eine Kollision zu vermeiden. Seit 2024 gelten zudem erweiterte Test­bedingungen für die Fahrerüberwachung, die Kontrolle der Fahrspur und die Geschwindigkeitsunterstützung. Außerdem müssen die Systeme nun Rad- und Motorradfahrer sowie Fußgänger sicher erkennen.

Begeistert waren die Euro-­NCAP-Tester von den Assistenzsystemen im BMW i5 und in der Mercedes C-Klasse, die deshalb ein „sehr gut“ erhielten. Überzeugt hat sie insbesondere eine außergewöhnlich hohe Assistenzkompetenz sowie eine robuste Kontrolle der Geschwindigkeit und der Spurführung. Außerdem lobten sie den kontrollierten, automatischen Stopp, bei dem der Wagen selbständig auf den Seitenstreifen fährt, wenn Fahrende nicht mehr reagieren.

Die Systeme im Volkswagen ID 7 und im Volvo EC 40 bewerteten sie mit „gut“, durchgefallen sind dagegen die Fahrassistenten im BYD Atto. Bei diesem Modell interpretierte der Geschwindigkeitsassistent die Verkehrszeichen falsch und schnitt zudem bei der Assistenzkompetenz nur mäßig ab. Nicht einmal Mindeststandards erfüllte laut Euro NCAP das ACC beim Bremsen hinter stehenden Fahrzeugen. Außerdem unternimmt das System nichts, wenn Fahrende nicht mehr reagieren.

(ID:50282433)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung