TÜV-Report

Je älter, desto Mängel

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 Gesamtsieger Mercedes 

Gesamtsieger des TÜV-Reports 2022 ist wie in den beiden Vorjahren der Mercedes GLC. Die Quote der erheblichen Mängel des SUVs liegt bei den 2 bis 3 Jahre alten Fahrzeugen bei 1,5 Prozent – der niedrigste Wert aller untersuchten Fahrzeuge. Auf das Podium schaffen es daneben die Mercedes B-Klasse auf Platz zwei und der Volkswagen T-Roc auf dem dritten Platz.

In den weiteren Altersklassen gewinnt der Audi Q2 bei den 4- bis 5-Jährigen und der Porsche 911 bei den 6 bis 7 Jahre alten Fahrzeugen. Bei den älteren Fahrzeugen steht der Audi TT an der Spitze. In der Auswertung nach Fahrzeugklassen schafft es mit dem Opel Karl in der Mini- Klasse nur ein Volumen-Hersteller in die Riege der Premiumfahrzeuge. Der Audi A1 gewinnt bei den Kleinwagen, ansonsten stellt Mercedes-Benz die Klassensieger.

 Blick in die Historie 

Die aktuellen Ergebnisse waren aber nur ein Aspekt bei der Vorstellung des TÜV-Reports. Das Werk feierte zugleich einen runden Geburtstag. Das nahm TÜV-Geschäftsführer Bühler zum Anlass, einen Blick in die Erstausgabe 1972 zu werfen. Damals preschte auf dem Titel ein Opel GT durch eine Pfütze und im Heft waren mit DAF, NSU oder Simca Automarken vertreten, die längst verschwunden sind. BMW stellte im selben Jahr seinen ersten 5er vor und Mercedes die S-Klasse. Und VW produzierte den 15 Millionsten Käfer.

„Beherrschendes technisches Thema der ersten Jahrzehnte des TÜV-Reports war der Rost“, sagte Bühler. Noch Mitte der 1980er-Jahre hatte fast jedes dritte begutachtete Fahrzeug nach zehn Jahren erhebliche Rost-, Riss- oder Bruchschäden. Seitdem werden die in der Regel aus Stahl bestehenden Karosserien verzinkt. Die Folge: Heute weist weniger als ein Prozent der Autos dieser Altersklasse Rostschäden auf.

Auch mit der Sicherheit im Straßenverkehr war es damals nicht weit her – ganz im Gegenteil. Anfang der 1970er-Jahre kamen bei Verkehrsunfällen in Deutschland Jahr für Jahr rund 20.000 Menschen ums Leben, und das bei deutlich weniger Fahrzeugen auf den Straßen. „Neben fehlender Sicherheitstechnik war der Zustand der Fahrzeuge ein echtes Problem. Immer wieder sorgten technische Mängel wie platzende Reifen oder versagende Bremsen für gefährliche Situationen im Straßenverkehr“, berichtete der Geschäftsführer.

Der Umweltschutz war in der Erstausgabe ebenfalls ein Thema: „Luft, Wasser und Erde haben einen Grad an Verschmutzung erreicht, der zu einer ernsthaften Existenzgefährdung der Menschheit führt“, war damals schon zu lesen. Die ersten Abgasgrenzwerte wurden in Deutschland im Jahr 1970 für das hochgiftige Kohlenmonoxid (CO) eingeführt. Das heute als Klimakiller bekannte Kohlenstoffdioxid (CO2) hatte die Politik damals noch nicht im Fokus.

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