Jahrestagung der Initiative Autoberufe

Mit Tiktok und Praktika Nachwuchs gewinnen

< zurück

Seite: 2/2

Wie auch Kfz-Betriebe mit vergleichsweise geringem Aufwand Clips für Social Media erstellen können, zeigten Jörg Flachowsky und Maria Kroker von der Agentur Jungvornweg. Denn über kurz oder lang werde Ausbildungsmarketing ohne Videos nicht mehr funktionieren. Laut einer aktuellen Studie lassen sich 65 Prozent der Schüler am ehesten von einem Clip ansprechen, wenn sie nach einem Ausbildungsplatz suchen.

Emotionen wecken

Am wichtigsten sei es, Aufmerksamkeit und Emotionalität zu erzeugen; Sachinformationen könnten und müssten über andere Kanäle vermittelt werden. Zudem sollten die kurzen Videos nicht künstlich, sondern authentisch sein. Deshalb sei es eine gute Idee, die eigenen Mitarbeiter und vor allem Auszubildenden einzubinden. Das bedeute aber nun nicht, dass es sich beim Videomarketing um eine reine Spaßveranstaltung handele. Vielmehr müssten die Verantwortlichen im Vorfeld die Ziele der Kampagne definieren, dann Konzepte zu der Erreichung entwickeln und am Ende den Erfolg messen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Sparen könne man dagegen an der technischen Ausstattung, ein Smartphone – eventuell um ein paar Gadgets wie externes Mikrofon oder Stativ ergänzt – sowie kostenlose Apps zur Bearbeitung reichten völlig aus. Auch die Plattformen selbst bieten Unterstützung bei der Bild- und Tonbearbeitung an und belohnen deren Einsatz mit einer besseren Verbreitung der Beiträge.

Mit dem gleichen Equipment begleitete Video-Artista Isabelle Surmont die Veranstaltung und erstellte einen Social Clip von der Jahrestagung. Dazu bat sie auch den Vorsitzenden des ZDK-Berufsbildungsausschusses, René Gravendyk, sowie weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Interview vor die Handykamera. Die Ergebnisse wurden gleich über den Instagram-, Facebook-, Youtube- und Tiktok-Kanal von Autoberufe verbreitet.

Bedeutung des Betriebspraktikums

Neben Social-Media-Aktivitäten soll in diesem Jahr das Betriebspraktikum im Mittelpunkt der Aktivitäten der Initiative Autoberufe stehen. Schließlich handele es sich dabei um das wichtigste Instrument im Rahmen der Berufsorientierung, betonte Birgit Behrens, Geschäftsführerin der Abteilung Berufsbildung im ZDK: „Studien belegen, dass aus 85 Prozent der Praktikanten später Auszubildende werden. Deshalb entwickeln wir aktuell eine Landingpage sowie verschiedene Kampagnen zum Thema Betriebspraktikum, die sich gezielt an Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal und Kfz-Betriebe richten.“

Hochkarätige Unterstützung bei der Werbung um Nachwuchskräfte erhält der Verband durch den amtieren Weltmeister der Kfz-Mechatroniker, Stefan Mißbach. Der junge Kfz-Meister aus Sachsen soll ein Gesicht des Kfz-Gewerbes werden und stand auch auf der Jahrestagung als Ansprechpartner für die jungen Gäste zur Verfügung. „Man kann zeigen, was in einem steckt“, ermutigte Mißbach die Schüler, eine Ausbildung im Kfz-Gewerbe zu machen und sich in den Berufswettbewerben zu engagieren.

Weiterer prominenter Gast der Jahrestagung war der neue ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel. Er stellte die aktuelle Studie zu Beschäftigungseffekten im Kfz-Gewerbe 2030/2040 vor und diskutierte mit den Teilnehmern die Auswirkungen auf die Branche. Zwar gingen die Beschäftigungszahlen in den nächsten Jahrzehnten deutlich zurück, dennoch werde der Fachkräftemangel dieses Problem weiterhin überlagern. Es komme also darauf an, Beschäftigte mitzunehmen und im Betrieb zu halten und die Berufsbilder den veränderten Rahmenbedingungen und Kundenwünschen anzupassen.

(ID:49050538)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung