Bremsscheiben und -beläge

Verzögerungstechnik

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Laut dem ADAC lagen die Bremswege der fünf guten Produkte bei 100 km/h gerade einmal einen halben Meter auseinander. Sogar die etwas schwächere Ridex bremste im Normalfall nur einen Meter schlechter. Allerdings fiel bei ihr laut ADAC der Reibwert beim Heißbremsen im Labor drastisch ab.

Der Testsieger von ATE punktete mit den besten Reibwerten. Die Leistung fiel zwar unter Belastung etwas ab, überzeugte aber dennoch mit guten Werten. Außerdem sei die Bremse bei normaler Belastung sehr verschleißarm, was auch eine geringe Felgenverschmutzung verspreche. Bei hoher Belastung sei die Verschmutzung jedoch ähnlich hoch wie bei den Konkurrenten. Allerdings ließ sich der Bremsstaub danach am leichtesten entfernen.

 Hoher Belagverschleiß 

Der originale VW-Scheiben- und Belagsatz zeigte bei allen Tests eine konstante und hohe Bremsleistung. Das führte laut ADAC zu einer vorhersehbaren Bremsung und damit zu einem hohen Maß an Sicherheit. Die Tester kritisierten jedoch, dass selbst bei praxisnaher Fahrweise der Scheiben- und besonders der Belagverschleiß außergewöhnlich hoch gewesen seien.

Die Sportbremse mit gelochten Bremsscheiben von Brembo überzeugte zwar auf dem Prüfstand unter praxisnahen Bedingungen mit der höchsten Bremsleistung, doch unter Beanspruchung fiel ihr Reibwert temperaturbedingt (Fading) unter den der VW-Bremse. Dieses Produkt hatte zudem einen um ein Vielfaches höheren Scheiben- und Belagverschleiß als die anderen Bremsen im Test.

Die zweite Sportbremse mit gelochten Scheiben von Zimmermann hatte im praxisnahen Betrieb eher unterdurchschnittliche Reibwerte. Bei zunehmender Temperatur stellte sich außerdem ein leichtes Fading ein. Doch insgesamt hatte die Bremse laut ADAC noch ein befriedigendes Bremsverhalten. Außerdem war ihr Verschleiß im Alltagsbetrieb und bei hoher Belastung eher gering.

Die beiden Sportbremsen zeigten außerdem, dass gelochte Brems­scheiben zwar sportlicher aussehen. Sie haben jedoch nicht zwangsläufig auch einen positiven Einfluss auf Bremsleistung und Verschleiß. Einen positiven Aspekt konnten die ADAC- Tester bei den Scheiben aber dennoch finden: Nach ihren Erfahrungen produzieren gelochte Scheiben weniger direkte Feinstaubemissionen. Denn der Abrieb sammele sich erst einmal in den Löchern und wandele sich dort zu großen Partikelklumpen um.

Die beiden günstigsten Testprodukte von Bosch und Ridex glänzten im Alltagsbetrieb zwar mit geringen Verschleißwerten, schwächelten aber bei der Bremsleistung. Allerdings bescheinigten die Tester der Bosch-Bremse noch knapp eine gute Bremsleistung.

Die Ridex-Bremse war mit ihrem Reibwert dagegen schon im Alltagsbetrieb unterdurchschnittlich. Heiß gefahren fiel der Wert sogar noch mal spürbar ab. Für den ADAC war das insgesamt gerade noch ein befriedigendes Ergebnis. 

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