Wordskills Halbzeit in Shanghai

Von Edgar Schmidt 2 min Lesedauer

Die Worldskills Shanghai 2026 sind derzeit in vollem Gange, zwei von vier Wettkampftagen haben die Teilnehmenden nun hinter sich. Der deutsche Kfz-Mechatroniker liegt immer noch gut im Rennen.

Hannes Wirsing ging bei der Getriebediagnose sehr sorgfältig vor.(Bild:  Schmidt – VCG)
Hannes Wirsing ging bei der Getriebediagnose sehr sorgfältig vor.
(Bild: Schmidt – VCG)

Die Worldskills Shanghai 2026 sind in vollem Gange. Zwei von vier Wettkampftagen haben die Teilnehmenden der Weltmeisterschaft der Berufe hinter sich.

Der Kfz-Mechatroniker Hannes Wirsing, deutscher Teilnehmer im Skill 33, Automotive -Technology, hat nach der Hälfte der Wettkampftage das Bergfest noch nicht ganz erreicht. Fünf von neuen Aufgaben muss er in den kommenden zwei Wettkampftagen noch bewältigen. Darunter sind allerdings ein paar, die etwas weniger aufwendig und deshalb etwas kürzer sind, als die vier Zweistunden-Aufgaben, die er schon hinter sich hat.

Insgesamt ist er mit seiner Leistung bisher zufrieden. Natürlich lief es an den Stationen, die er bisher bewältigt hat, unterschiedlich gut. Er weiß jedoch, dass das jedem der Teilnehmenden so geht und lässt sich davon nicht beunruhigen.

Seine Stärke ist, dass er bei jeder Aufgabe zuerst analysiert, was realistisch schaffbar ist, um dieses dann sorgfältig und möglichst vollständig zu bearbeiten. So hat der bei der Instandsetzung eines Automatikgetriebes von Anfang an gewusst, dass es unmöglich ist, das Getriebe nach dem Zerlegen und der Diagnose vollständig wieder zusammenzubauen. Also hat er sich auf eine möglichst vollständige Diagnose konzentriert.

Offizielle Störung

Bei der Bremsendiagnose hat er sich zudem nicht von einer komplett neuen Aufgabenvariante aus dem Konzept bringen lassen. Denn bei dieser Aufgabe kommt ein Experte während der regulären Bearbeitungszeit auf den Teilnehmenden zu und simuliert eine Unterbrechung, wie sie in der Werkstatt regelmäßig vorkommt. Der Teilnehmende muss dann an eine andere Station gehen, um dort „kurz“ einem anderen Kunden bei einem Problem mit seiner Bremse zu helfen. Erst dann kann er sich der ursprünglichen Aufgabe weiter widmen.

Wenn er mit dieser Ruhe und Sorgfalt an den weiteren Stationen weiterarbeiten kann, könnte ein Platz unter den Top-Ten durchaus möglich sein. Dieser Meinung ist auch Stefan Mißbach, deutscher Bundestrainer und ehemaliger Berufsweltmeister. Das wäre bei dem starken Teilnehmerfeld – in Shanghai treten 36 der weltweit besten Kfz-Mechatroniker gegeneinander an – aller Ehren wert.

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